Aktuelle Meldungen

08.04.2026

30 Jahre BCSD – 30 Jahre für Stadtmarketing, das wirkt!

Seit 30 Jahren setzt sich die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland gemeinsam mit ihren Mitgliedern für lebendige Städte ein. Stadtmarketing wirkt – jeden Tag: Es schafft Orte, an denen Menschen sich begegnen, Ideen entstehen und Gemeinschaft wächst.

In diesen drei Jahrzehnten hat sich Stadtmarketing zu einem wichtigen Gestalter urbaner Entwicklung entwickelt: Es stärkt Stadtidentitäten, bringt Akteure zusammen und trägt dazu bei, Innenstädte und öffentliche Räume lebendig zu halten.

Das gelingt durch die Bündelung von Kräften, durch Kooperation – und durch das große Engagement der Kolleginnen und Kollegen, die sich täglich vor Ort für ihre Städte einsetzen und dabei die vielfältigen Herausforderungen des Stadtlebens gestalten.

Heute verbindet die bcsd fast 600 Mitglieder, die gemeinsam daran arbeiten, Städte zu Orten zu machen, mit denen sich Menschen identifizieren und in denen sich Bewohner:innen wie Gäste gleichermaßen wohlfühlen. 

Und wir schauen nach vorn: Gerade in Zeiten großer Veränderungen braucht es starke Netzwerke, neue Ideen und engagierte Stadtoptimisten.

Wir sind stolz auf unser Netzwerk – und darauf, gemeinsam die Zukunft unserer Städte zu gestalten.

--> Stimmen aus dem Netzwerk.

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Geschäftsführer Jürgen Block zum 30-jährigen Jubiläum der bcsd: 

"Die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland wurde 1996 als Berufsverband gegründet. Es galt diese neue städtische Disziplin mit ihrem undefinierte Aufgabenfeld zu organisieren, mit
Vorzeigeprojekten und Maßnahmen aufzuladen. Aber vor allem bestand für die wenigen noch durchweg als exotisch geltenden City- und Stadtmanager die Notwendigkeit sich über die gemachten Erfahrungen auszutauschen und sich dabei zu vergewissern, dass man weder alleine noch besonders verrückt ist. Diese enthusiastischen Pioniere für moderne Stadtentwicklung haben sich damals übrigens selber als „Universallaien“ bezeichnet. 

Das City- und Stadtmarketing steckte noch in den Kinderschuhen und weder unter den Protagonisten selbst noch bei deren Auftraggebern, meist aus kommunaler Politik und dem innerhabergeführtem Einzelhandel, war wirklich klar, was gutes City- und Stadtmarketing eigentlich ausmacht und wie es gelingen kann. Die Erwartungen allerdings waren damals schon haushoch und äußerst ambitioniert, wenn es meist ziemlich lapidar hieß, das Stadtmarketing solle dafür Sorge tragen, dass die (Innen-)Stadtattraktiver werde. So stand es und steht es wahrscheinlich heute noch in vielen Vereinssatzungen, Gesellschaftsverträgen oder sonstigen Gründungsurkunden. Die damalige Maxime sexy zu sein, in erster Linie nach wirtschaftlichem Erfolg für Händler zu streben und der lahmenden Verwaltung Beine zu machen sowie den Kopf zu öffnen, überlagerte oftmals die ersten wissenschaftlichen Ansätze zum Management der Anspruchsgruppen, wie sie bereitsEnde der 80er von Prof. Heribert Meffert erarbeitet worden waren.

Vieles hat sich seitdem weiterentwickelt, das Wording hat sich (mehrmals) geändert, manches ist bereits (mehrmals) wiedergekommen anderes verbannt und vieles ist noch nicht auserzählt. Immer gleich war der Hunger und Durst nach Erfahrungsaustausch, der daher von Beginn an ganz oben auf der Prioritätenliste des Verbandes steht. Voneinander zu lernen, in Kompetenzen, Schnittstellen und Synergien zu denken und mit allen drüber zu sprechen, zeichnet heute wie gestern gutes City-und Stadtmarketing aus. Wir als bcsd blicken mit Stolz (das darf an dieser Stelle sein) auf diese und auch unsereeigene Verbandsentwicklung zurück. Mit heute fast 600 Mitgliedern, einem 7-köpfigen ehrenamtlichen Vorstand,einer Geschäftsstelle in Berlin und elf Landesverbänden sind auch wir längst aus den Kinderschuhen entwachsen.

Und natürlich darf auch ein Dank an unsere Mitglieder an dieser Stelle nicht fehlen: für das Vertrauen in uns und unsere Arbeit, für das Mitwirken an unserem gemeinsamen Ziel – die Stärkung des Stadtmarketings - und für die Offenheit und den oben beschriebenen, kontinuierlichen Austausch. Denn bei allem Wachstum, bleibt diese Konstante gleich: die bcsd lebt von einem starken Netzwerk
gleichgesinnter ,Stadtoptimisten‘." 

 

Stimmen aus dem Netzwerk finden Sie hier: www.bcsd.de/verband/mitglieder/mitgliederstimmen/ 

 

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26.03.2026

Pulsierende Innenstädte brauchen Zusammenarbeit

Beim Kommunalkongress „Zukunftsfähige Innenstädte“ diskutierte die bcsd im Panel „Pulsierende Innenstädte für Wohlbefinden und hohe Aufenthaltsqualität“ mit hochkarätigen Gästen über die Zukunft unserer Zentren. Auf Einladung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und der Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitik brachten unter anderem Jana Schimpke (DEHOGA), Stefan Genth (HDE) und Jürgen Block zusammen ihre Expertise ein, um über Anforderungen an attraktive und lebendige Innenstädte zu sprechen.

Bereits in seiner Begrüßung betonte Fraktionsvorsitzender Jens Spahn die Bedeutung von Sicherheit, Sauberkeit und guten Services als zentrale Grundlagen funktionierender Innenstädte und sagte den Kommunen Unterstützung zu. In der anschließenden Diskussion wurde zugleich deutlich: Innenstädte sind längst weit mehr als Orte zum Einkaufen oder Essengehen. Sie sind soziale, kulturelle und öffentliche Räume, in denen Begegnung, Vielfalt und Teilhabe möglich werden. Sie schaffen Gelegenheiten, über die eigene Bubble hinaus miteinander in Kontakt zu kommen, urbanes Leben zu erleben und Stadtgesellschaft aktiv mitzugestalten. Damit Innenstädte wirklich pulsieren können, braucht es das Zusammenspiel vieler Akteure aus Handel, Gastronomie, Kultur, Freizeit und Bildung. Stadtmarketing übernimmt dabei eine wichtige Rolle als Moderator, Vernetzer und Impulsgeber. Genau hier brachte die bcsd ihre Expertise in die Debatte ein und bot der Politik ihre Unterstützung an – auch mit Verweis auf die bewährte Zusammenarbeit im Beirat Innenstadt des BMWSB.

Besonders deutlich wurde: Zukunftsfähige Innenstädte brauchen nicht nur passende Förderinstrumente, sondern vor allem solide kommunale Finanzen, verlässliche Rahmenbedingungen und Vertrauen in die Gestaltungskraft vor Ort. Einigkeit bestand darüber, dass Kommunen hierfür echte Handlungsspielräume benötigen. Auch bei Fragen der Sicherheit, etwa rund um Veranstaltungen im öffentlichen Raum, wurde klar, dass tragfähige Lösungen nur im Zusammenspiel aller föderalen Ebenen entstehen können.

Zum Abschluss des Kongresses wurde deutlich, dass die Entwicklung der Kommunen in der kommenden politischen Zusammenarbeit von CDU und SPD stärker in den Fokus rücken soll. Themen wie Sicherheitsfragen oder unangemessene Kostenbelastungen – etwa durch GEMA-Gebühren – sollen dabei verstärkt aufgegriffen werden.

 

Fotocredits: Xander Heinl

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04.02.2026

bcsd im politischen Dialog

Mit dem parlamentarischen Frühstück im November haben wir die begonnene politische Arbeit sichtbar fortgeführt. Im Dezember haben wir diesen Dialog mit drei persönlichen Kennenlerngesprächen mit Abgeordneten vertieft: MdB Awet Tesfaiesus (u. a. Obfrau im Ausschuss für Kultur und Medien), MdB Lars Rohwer (u. a. Obmann im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen) sowie MdB Dirk Vöpel (u. a. Mitglied im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen). Im direkten Austausch konnten wir so die bcsd, unsere Arbeit und unsere Werte vorstellen und unsere Empfehlungen zu zentralen Herausforderungen der Stadt- und Innenstadtentwicklung adressieren. Themen waren unter anderem GEMA-Fragen, Sicherheit bei Veranstaltungen sowie das Auslaufen des ZIZ-Programms und die daraus resultierende Notwendigkeit politischen Handelns.

Wir freuen uns darauf, den politischen Dialog fortzusetzen – etwa zu gemeinsamen Anliegen von Stadtmarketing und Tourismus (u. a. im Austausch mit MdB Anja Karliczek, Vorsitzende des Tourismusausschusses) oder zur demokratischen Zukunft unserer Städte und den Voraussetzung gen für lebendige, resiliente Innenstädte (u. a. mit MdB Adis Ahmetovi?, u. a. Mit-Initiator des 8-Punkte Plans zur Stadtbild-Debatte).

Ziel ist es, die Perspektive des Stadtmarketings dauerhaft bei politischen Entscheidungsträgern zu verankern und unsere fachliche Expertise aktiv anzubieten. Ein wichtiges Signal dafür, dass unsere Themen gehört werden, ist die Einladung unseres Geschäftsführers Jürgen Block als Panelteilnehmer zum Kommunalkongress der CDU/CSU am 25. März 2026. Unter dem Titel „Zukunftsfähige Innenstädte – Mit Sicherheit, Sauberkeit und Lebendigkeit zu hoher Aufenthaltsqualität“ wird dort diskutiert, wie Ordnung, Sicherheit und Lebendigkeit die Aufenthaltsqualität in Städten stärken können. Diese Einladung freut uns sehr – und ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass die bcsd als Ansprechpartnerin für Stadtmarketing und Stadtentwicklung wahrgenommen wird.

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04.02.2026

Deutscher Stadtmarketingtag in Frankfurt - Programm jetzt online

Vom 3. bis 5. Mai 2026 lädt die bcsd zum Deutschen Stadtmarketingtag nach Frankfurt am Main ein. Unter dem Motto „Zukunft Stadt“ geht es um die zentrale Frage, wie Städte angesichts von Digitalisierung, Klimaanpassung, wirtschaftlichem Strukturwandel und gesellschaftlichem Zusammenhalt zukunftsfähig bleiben – und welche Rolle Stadtmarketing dabei als vernetzender Akteur, Übersetzer und Katalysator übernimmt.

Acht Themenfelder – Strategie trifft Praxis

Das Programm spannt den Bogen über acht Themenbereiche, darunter Stadt & Gesellschaft, junge Zielgruppen, Stadtfinanzen, Innenstadt & Handel, Tourismus, digitale Stadtentwicklung & KI, öffentlicher Raum sowie „Zukunft Stadt für alle“. Diskutiert werden u. a. resiliente Innenstädte, wirksame Beteiligung und der sinnvolle Einsatz von Daten, Technologie und Gestaltung. Fachliche Impulse kommen unter anderem von Julia Erdmann, Prof. Dr. Markus Gabriel und Lena Papasabbas. Gleichzeitig steht wie gewohnt der Austausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Mittelpunkt.

Frankfurt als Bühne

Auch das Rahmenprogramm macht die Stadt erlebbar: Exkursionen eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Frankfurt – historisch, grün, europäisch oder als Global City – sowie im Kontext der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026. Höhepunkte sind der Empfang im Kaisersaal des Römers und die Jubiläumsfeier „30 Jahre bcsd“. Tagungsort ist das Gesellschaftshaus im Palmengarten.

Unser Jubiläumsangebot für Sie

 Zum 30-jährigen Jubiläum erhalten Sie ab dem zweiten Teilnehmenden 30 % Rabatt auf das Tagungsticket.

Hier geht es zum vollständigen Programm.

Sichern Sie sich Ihr Ticket jetzt hier.

 

Der Deutsche Stadtmarketingtag 2026 findet mit Förderung durch die Stadt Frankfurt am Main statt. 

 

Foto: Stadt Frankfurt am Main / Haonan Wei

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04.02.2026

bcsd Mentoring 2026 gestartet

Mit acht Tandems startete gestern die zweite Runde unseres bcsd-Mentoring-Programms. Wir freuen uns, dass das was im vergangenen Jahr als Pilotprojekt begann, nun weiter Form annimmt: Auch in dieser Runde bringen wir engagierte Mentees und erfahrene Mentorinnen zusammen, um Austausch, persönliche Entwicklung und fachliche Perspektiven im Stadtmarketing gezielt zu fördern.

Schon beim Auftakt wurde deutlich, worauf es ankommt: Offenheit, Vertrauen und die Bereitschaft, Erfahrungen ehrlich zu teilen. Genau daraus entstehen neue Sichtweisen, mehr Sicherheit im eigenen Handeln und wertvolle Netzwerke über die eigene Stadt hinaus.

Ein besonderer Dank gilt unseren Mentorinnen, die Zeit investieren, Wissen aus ihrer Praxis teilen und individuelle Entwicklungswege begleiten – dieses Engagement ist alles andere als selbstverständlich.
Ebenso danken wir unseren Mentees für ihr Vertrauen, ihre Offenheit und ihr starkes Engagement, in die eigene Rolle und die Zukunft des Stadtmarketings zu investieren.

Wir freuen uns auf die kommenden Monate, intensive Gespräche in den Tandems und viele Impulse, die über das Programm hinaus in unsere gemeinsame Arbeit wirken werden.

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20.11.2025

neue Umfrage der bcsd veröffentlicht: Stadtmarketing im Profil - Verantstaltungen im öffentlichen Raum

Die bcsd hat die  Umfrage „Stadtmarketing im Profil - Veranstaltungen im öffentlichen Raum“ veröffentlicht. Insgesamt haben 258 Stadtmarketingorganisationen und Veranstalter:innen teilgenommen.

Die Ergebnisse zeichnen ein klares Bild: Feste und Veranstaltungen im öffentlichen Raum gewinnen weiter an Bedeutung – als Orte der Begegnung, der Gemeinschaft und der Identitätsbildung. Gleichzeitig zeigt die Umfrage, wie anspruchsvoll die Organisation solcher Events geworden ist. Die Teilnehmenden berichten von steigenden Sicherheitsanforderungen, personellen Engpässen, finanziellen Belastungen und wachsenden bürokratischen Vorgaben. Aus den Antworten lassen sich zudem klare Hinweise und Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Veranstaltungsplanung ableiten.

Bereits in der letzten Umfrage von 2017 standen viele Innenstädte unter Transformationsdruck. Pandemie und Digitalisierung haben diesen Wandel weiter beschleunigt. Heute kommt Stadtfesten eine noch größere Rolle zu: Sie schaffen Anlässe für soziale Kontakte, stärken Brauchtum und regionale Verbundenheit und präsentieren die Vielfalt urbaner Angebote wie Handel, Gastronomie, Freizeit und Kultur.

Mit ihrer Teilnahme leisten die Stadtmarketingorganisationen einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung und Professionalisierung der Branche. Wir danken allen Beteiligten herzlich für ihre Unterstützung.

Die vollständige Umfrage finden Sie hier.

 

Mit freundlicher Unterstützung von MK Illumination, Musikagent JMS GmbH und Trade in Time

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20.11.2025

Studie "Standortgemeinschaften der Zukunft. Der Kompass Deutschland" der imakomm Akademie veröffentlicht

Neue Studie "Standortgemeinschaften der Zukunft. Der Kompass Deutschland" der imakomm AKADEMIE GmbH veröffentlicht: Die mit Unterstützung von 15 IHKs und der bcsd durchgeführte Studie liefert erstmalig deutschlandweite Kennziffern, Good-Practice-Beispiele und Strategien für Standortgemeinschaften von Kommunen, City- und Stadtmarketingorganisationen und Gewerbegemeinschaften.

 

Die Borschüre steht Ihnen auf der Website der imakomm zum kostenlosen Download zur Verfügung: www.imakomm-akademie.de

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19.11.2025

Weihnachtsmärkte & Stadtfeste in Gefahr: Auflagen, Kosten und Gebühren setzen Veranstalter unter Druck // bcsd-Umfrage zeigt dringenden Handlungsbedarf

Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind mehr als Unterhaltung: Sie sind Orte gesellschaftlicher Begegnung, gelebter Tradition und gelingender Identifikation – und damit ein wesentlicher Teil unserer kulturellen und demokratischen Infrastruktur. Sie bieten Anlässe, zu denen sich Menschen außerhalb ihrer Nachbarschaften und digitalen Plattformen begegnen, sich austauschen, Kultur genießen und nicht zuletzt auch gemeinsam feiern. Sie stärken das Stadtimage, fördern Gemeinschaft und Teilhabe. Weihnachtsmärkte, Stadtfeste, Open-Air-Konzerte: Was unsere Innenstädte lebendig macht, steht aber zunehmend auf der Kippe, die Organisatoren dieser Feste geraten verstärkt unter Druck. Eine aktuelle bcsd-Umfrage unter 258 Stadtmarketingorganisationen zeigt, wie sehr wachsende Anforderungen an Sicherheitsauflagen, steigende Kosten (bei den Umfrageteilnehmenden von durchschnittlich 44% über die letzten drei Jahre) sowie Genehmigungsverfahren die Veranstalter belasten.

Die Ergebnisse der bcsd-Erhebung zeigen eine klare Tendenz: Der Druck auf lokale Veranstalter wächst– mit direkten Folgen für das gesellschaftliche Leben.

  • Zentrale Ergebnisse der Studie: Hoher gesellschaftlicher Nutzen: Die Befragten sehen die Belebung der Innenstadt (100%), die Stärkung von Stadtimage und Identität (94,9%) sowie die Stärkung des zivilgesellschaftlichen Zusammenhalts (86,3%) als zentrale Gründe für die Durchführung von Veranstaltungen.
  • Steigende Herausforderungen: Sicherheitsauflagen, steigende Kosten, GEMA-/KSK-Gebühren sowie komplexere Genehmigungsprozesse belasten die Veranstalter zunehmend.
  • Finanzielle Realität: 75,7 % der Befragten müssen neben den Personal- und Sachkosten Geld zuschießen, nur 1,6 % verzeichnen einen finanziellen Überschuss (bezogen auf das gesamte Jahr)
  • Mehr als die Hälfte der Organisationen (56,8 %) muss deshalb bereits das Veranstaltungsangebot reduzieren, wobei fehlende finanzielle Mittel, gestiegene Kosten und höhere Sicherheitsaufwendungen die Hauptgründe sind
  • Zentrale Rolle des Stadtmarketings: 99?% der Organisationen verantworten Veranstaltungen und 84,1?% setzen eigene Konzepte um.

Gerold Leppa, Bundesvorsitzender bcsd: „Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind weit mehr als Unterhaltung – sie sind das Herzstück unserer Gesellschaft, Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger, Ausdruck von Tradition, Gemeinschaft und Identität. Fallen Märkte und Feste aus, verliert die Gesellschaft ihre Mitte. Steigende Auflagen und Kosten gefährden diese zentralen Orte des Miteinanders. Stadtmarketingorganisationen und Veranstaltungsorganisatoren brauchen jetzt klare Rahmenbedingungen und Unterstützung, um Tradition, Kultur und Gemeinschaft zu bewahren“

Handlungsbedarf: So bleiben Feste und Märkte lebendig

Damit Stadtfeste, Märkte und Kulturveranstaltungen auch künftig sichere Orte der Begegnung bleiben, dürfen staatliche Aufgaben wie die Gefahrenabwehr – etwa bei Anschlags- oder Attentatsrisiken – nicht auf die Veranstalter abgewälzt werden. Sicherheitsvorgaben müssen finanziell tragbar, in der Haftung der Verantwortlichen angemessen und organisatorisch umsetzbar sein. „Es kann nicht sein, dass sich die übergeordneten staatlichen Ebenen zurückhalten und die Verantwortung und finanzielle Last bei den kommunalen Ordnungsbehörden und teils ehrenamtlich engagierten Veranstaltern abladen“, so Leppa weiter. „Wir brauchen hier bundesweite und verlässliche Regeln, die alle Ebenen fordern, sonst werden wir bald niemanden mehr finden, der die immer weiter steigende Verantwortung für Veranstaltungen übernehmen und deren Finanzierung stemmen kann.“

Nur so bleiben unsere Innenstädte Orte für fröhliches Feiern, Begegnung, Kultur und Gemeinschaft – und damit lebendige Zentren unserer Gesellschaft.

Die Ergebnisse wurden heute im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert. Hier gelangen Sie zur Pressemitteilung. Die Studie wird am Donnerstag, 20.11. auf dieser Seite veröffentlicht.
Wir danken MK Illumination, Musikagent JMS GmbH und Trade in Time für die freundliche Unterstützung.

Die politischen Handlungsempfehlungen der bcsd sind hier abrufbar.

 

Foto: Heilbronn Marketing GmbH / Jürgen Häffner

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11.11.2025

Innenstädte sind zentrale Orte der Gesellschaft / bcsd warnt: Wenn Innenstädte veröden, verliert die Gesellschaft ihre lebendige Mitte.

„Stadt ist Leben. Demokratie beginnt dort, wo Menschen sich begegnen.“ Unter diesem Leitgedanken richtete die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd) beim Parlamentarischen Frühstück im Deutschen Bundestag einen eindringlichen Appell an die Politik: Innenstädte sind mehr als Einkaufszonen mit wirtschaftlichen Problemen – sie sind Orte, in denen sich Menschen außerhalb ihrer Nachbarschaften und digitalen Plattformen begegnen, sich austauschen, einkaufen, Kultur genießen, lernen, sich um ihre Gesundheit kümmern und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, demonstrieren und nicht zuletzt auch gemeinsam feiern.

bcsd-Bundesvorsitzender Gerold Leppa warnt: „Wenn Innenstädte veröden, verliert die Gesellschaft Orte des Austauschs und des Zusammenhalts. Genau deshalb müssen wir uns auch dafür einsetzen, dass diese Orte funktionieren, dass sie tatsächlich das Miteinander fördern und alle Bewohner der Stadt einladen, ein gutes Bild, ja Stadtbild abgeben und sog. lost places nicht die Wahrnehmung der Menschen dominieren. Stadtmarketing setzt sich bundesweit dafür ein, dass das gesellschaftliche Miteinander lebendig bleibt – es schafft Akzeptanz für Wandel, stärkt Teilhabe und Zuversicht. Dafür braucht das Stadtmarketing weiterhin verlässliche Rahmenbedingungen und in Zeiten knapper kommunaler Kassen weiterhin Förderprogramme auf Bundesebene wie das auslaufende Programm ‚Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren‘.“

Innenstädte unter Druck – Demokratie im Stresstest

Strukturwandel, Klimakrise, Onlinehandel, gesellschaftliche Spannungen – all das trifft unsere Innenstädte mit voller Wucht. Leerstand, Unsicherheit und Identitätsverlust bedrohen Orte, die früher selbstverständlich Begegnung, Dialog und Vielfalt ermöglichten. Die Qualität des öffentlichen Raums, die kulturelle Lebendigkeit und das Gemeinschaftsgefühl hängen unmittelbar davon ab, ob Politik jetzt handelt – oder zusieht, wie die Zentren weiter an Leben verlieren.

Weihnachtsmärkte, Stadtfeste und Veranstaltungen erhalten
"Innenstädte leben von Begegnung - fallen Märkte und Feste aus, verliert die Gesellschaft ihre Mitte", warnt Gerold Leppa, Bundesvorsitzender der bcsd. Das Beispiel Magdeburg sei alarmierend. "Damit Menschen friedlich gemeinsam feiern können, müssen die notwendigen Schutzvorkehrungen nach Einschätzung der Behörden selbstverständlich gewährleistet sein." Verantwortungsübernahme und Sicherheitsauflagen müssen aber tragbar bleiben. Staatliche Aufgaben wie Gefahrenabwehr dürfen nicht auf Veranstalter abgewälzt werden. Wenn Feste abgesagt werden müssen, verlieren Städte ihre Lebendigkeit, Künstler ihre Auftrittsmöglichkeiten und Bürger ihre zentralen Begegnungsräume. Bundeseinheitliche Sicherheitsrichtlinien, klare Verantwortungsübernahme des Staates und finanzielle Entlastungen für Veranstalter müssen jetzt umgesetzt werden."

Fehlende Förderung gefährdet Fortschritt

Viele tragfähige Konzepte liegen bereit. Doch die Kommunen stoßen finanziell an ihre Grenzen. Laufende Programme wie „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ laufen aus, ein Nachfolgeprogramm ist nicht in Sicht. Investive Mittel allein reichen nicht – es braucht dauerhafte Strukturen wie die des Stadtmarketings und Citymanagements, die Wandel ermöglichen. Die bcsd fordert deshalb eine Verstetigung der Innenstadtförderung und die Anerkennung des Stadtmarketings als zentralen Partner der Stadtentwicklung in den entsprechenden Richtlinien.

Stadtmarketing als Brückenbauer der Gesellschaft

Stadtmarketingorganisationen sind die Schaltstellen und Ermöglicher gesellschaftlichen Engagements vor Ort: Sie vernetzen Verwaltung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft, moderieren Veränderungsprozesse und erproben neue Nutzungen im Stadtraum. Sie halten die Zentren lebendig.

 

Die bcsd wendet sich daher mit fünf zentralen Handlungsempfehlungen an die Bundesregierung. Lesen Sie diese hier.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

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11.11.2025

Weihnachtsmärkte und Stadtfeste unter Druck - bcsd fordert jetzt politische Unterstützung

"Innenstädte leben von Begegnung - fallen Märkte und Feste aus, verliert die Gesellschaft ihre Mitte", warnt Gerold Leppa, Bundesvorsitzender der bcsd. Das Beispiel Magdeburg sei alarmierend. "Damit Menschen friedlich gemeinsam feiern können, müssen die notwendigen Schutzvorkehrungen nach Einschätzung der Behörden selbstverständlich gewährleistet sein. Verantwortungsübernahme und Sicherheitsauflagen müssen aber tragbar bleiben. Staatliche Aufgaben wie Gefahrenabwehr dürfen nicht auf Veranstalter abgewälzt werden. Wenn Feste abgesagt werden müssen, verlieren Städte ihre Lebendigkeit, Künstler ihre Auftrittsmöglichkeiten und Bürger ihre zentralen Begegnungsräume. Bundeseinheitliche Sicherheitsrichtlinien, klare Verantwortungsübernahme des Staates und finanzielle Entlastungen für Veranstalter müssen jetzt umgesetzt werden." so Gerold Leppa, Bundesvorsitzender der bcsd.

Die bcsd positioniert sich klar in der öffentlichen Debatte: Feste, Märkte und Großveranstaltungen sind Herzstücke des gesellschaftlichen Lebens und müssen sicher sowie wirtschaftlich tragbar bleiben. Terrorprävention und Gefahrenabwehr sind Aufgaben der staatlichen Exekutive und dürfen weder operativ noch finanziell auf die Veranstalter abgewälzt werden.

In der kommenden Woche veröffentlicht die bcsd die Ergebnisse ihrer Umfrage „Stadtmarketing im Profil – Veranstaltungen im öffentlichen Raum“, an der 285 Stadtmarketing-Organisationen teilgenommen haben. Die Auswertung liefert eine datenbasierte Grundlage für die politische Arbeit und für Kommunen und Veranstalter. Sie zeigt Missstände auf, macht Handlungsbedarf sichtbar und liefert die Fakten für die bcsd-Handlungsempfehlungen an die Politik. Pressevertreter sind herzlich zur Vorab-PK (online) eingeladen. Senden Sie uns eine Email an office@bcsd.de

Bereits am 7. November hat sich die bcsd beim parlamentarischen Frühstück im Bundestag gemeinsam mit Vertreter:innen aus Politik und Verwaltung zu diesem Thema ausgetauscht und konkrete Handlungsempfehlungen an die Bundestagsabgeordneten formuliert.
Diese finden Sie hier, die dazugehörige Pressemitteilung ist hier abrufbar. 

 

 

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04.11.2025

Zur Stadtbild-Debatte

Was macht eine lebenswerte, zukunftsfähige Innenstadt aus und was braucht es dafür? Diese Fragen werden derzeit auf vielen Ebenen diskutiert: in der Politik, in den Medien und in den Städten selbst. Denn das Stadtbild steht sinnbildlich für Zusammenhalt, Lebensqualität und demokratische Kultur. Einen wichtigen Impuls in dieser Debatte setzen Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay und der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach in ihrem Gastbeitrag „Ein Stadtbild mit Zukunft“ für Table.Briefings. , Sie betonen, dass die Stabilität unserer Demokratie davon abhängt, wie gut das Zusammenleben in den Städten gelingt. Dafür braucht es starke öffentliche Räume, attraktive Innenstädte, funktionierende Infrastrukturen und ein neues Miteinander, das Vielfalt als Stärke begreift. Städte müssen Orte sein, an denen Menschen sich begegnen, teilhaben und Verantwortung übernehmen können.

Auch der von SPD-Mitgliedern initiierte Acht-Punkte-Plan zum Stadtbild greift zentrale Themen auf – von der Gestaltung lebenswerter Innenstädte über die Sicherheit im öffentlichen Raum bis hin zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Diese Perspektiven decken sich mit den Positionen der der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V. (bcsd). In unserem Papier„Stadtmarketingorganisationen als Partner im Transformationsprozess der Städte“ machen wir deutlich, dass Stadtentwicklung nur gelingt, wenn sie kommunikativ begleitet, vernetzt gedacht und langfristig getragen wird. Stadtmarketingorganisationen übernehmen dabei eine zentrale Rolle: Sie bündeln lokale Kräfte, fördern Beteiligung, schaffen Vertrauen und gestalten die Innenstadt als lebendigen Raum für Wirtschaft, Kultur und Gemeinschaft.

Diese Positionen machen wir kontinuierlich sichtbar und setzen uns – nicht nur im Zuge der aktuellen Diskussion – auf unterschiedlichen Ebenen dafür ein: in der Bundespolitik, über unsere Landesverbände in den Regionen sowie im Rahmen vielfältiger Austauschformate und öffentlicher Diskussionen. Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung lebendiger Innenstädte und eines aktiven Stadtmarketings als strategisches Handlungsfeld in der Stadtentwicklung weiter zu stärken.

„Als Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing arbeiten wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern daran, dass Innenstädte als zentrale Orte des gesellschaftlichen Lebens gestärkt werden.Dazu braucht es eine strategische Verzahnung von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie eine nachhaltige Finanzierung von Transformationsprozessen, Mut und Gestaltungslust“, sagt Jürgen Block, Geschäftsführer der bcsd.

Die aktuelle Stadtbild-Debatte macht deutlich: Lebenswerte Innenstädte entstehen dort, wo Stadtgestaltung als gemeinsame Aufgabe verstanden wird – getragen von Kooperation, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein.

Alle Positionspapiere der bcsd finden Sie unter: https://www.bcsd.de/positionen/positionspapiere/

Unsere politischen Handlungsempfehlungen hier: https://www.bcsd.de/positionen/politik/ 

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09.10.2025

ICR Kompaktstudiengang 2026 - Das Update für dein Stadtmarketing-Wissen

Die ICR Kompakt-Studium bietet in nur fünf Wochen einen umfassenden Überblick über alle zentralen Themen des City-, Stadt- und Regionalmanagements – praxisnah und kompakt.

Im Mittelpunkt stehen die sechs Pflichtmodule, die das gesamte Spektrum des Stadtmarketings abdecken. Dazu gehören strategische Grundlagen, Finanzierung und Recht sowie die Grundlagen der Medienarbeit. Sie bilden das solide Fundament, um die komplexen Anforderungen im Stadtmarketing erfolgreich zu meistern.
Darauf aufbauend können aus einer Vielzahl von Wahlmodulen weitere individuelle Schwerpunkte gesetzt werden – zum Beispiel zu Themen wie Partizipation, Tourismus, Social Media oder Wirtschaftsförderung. So lässt sich das Studium flexibel an persönliche Interessen und lokale Herausforderungen anpassen. Alle Seminare sind auch einzeln buchbar und bieten wertvolle Impulse für die eigene Berufspraxis.

Nur noch bis zum 15. November 2025 Frühbucherrabatt!

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