Beim Kommunalkongress „Zukunftsfähige Innenstädte“ diskutierte die bcsd im Panel „Pulsierende Innenstädte für Wohlbefinden und hohe Aufenthaltsqualität“ mit hochkarätigen Gästen über die Zukunft unserer Zentren. Auf Einladung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und der Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitik brachten unter anderem Jana Schimpke (DEHOGA), Stefan Genth (HDE) und Jürgen Block zusammen ihre Expertise ein, um über Anforderungen an attraktive und lebendige Innenstädte zu sprechen.
Bereits in seiner Begrüßung betonte Fraktionsvorsitzender Jens Spahn die Bedeutung von Sicherheit, Sauberkeit und guten Services als zentrale Grundlagen funktionierender Innenstädte und sagte den Kommunen Unterstützung zu. In der anschließenden Diskussion wurde zugleich deutlich: Innenstädte sind längst weit mehr als Orte zum Einkaufen oder Essengehen. Sie sind soziale, kulturelle und öffentliche Räume, in denen Begegnung, Vielfalt und Teilhabe möglich werden. Sie schaffen Gelegenheiten, über die eigene Bubble hinaus miteinander in Kontakt zu kommen, urbanes Leben zu erleben und Stadtgesellschaft aktiv mitzugestalten. Damit Innenstädte wirklich pulsieren können, braucht es das Zusammenspiel vieler Akteure aus Handel, Gastronomie, Kultur, Freizeit und Bildung. Stadtmarketing übernimmt dabei eine wichtige Rolle als Moderator, Vernetzer und Impulsgeber. Genau hier brachte die bcsd ihre Expertise in die Debatte ein und bot der Politik ihre Unterstützung an – auch mit Verweis auf die bewährte Zusammenarbeit im Beirat Innenstadt des BMWSB.
Besonders deutlich wurde: Zukunftsfähige Innenstädte brauchen nicht nur passende Förderinstrumente, sondern vor allem solide kommunale Finanzen, verlässliche Rahmenbedingungen und Vertrauen in die Gestaltungskraft vor Ort. Einigkeit bestand darüber, dass Kommunen hierfür echte Handlungsspielräume benötigen. Auch bei Fragen der Sicherheit, etwa rund um Veranstaltungen im öffentlichen Raum, wurde klar, dass tragfähige Lösungen nur im Zusammenspiel aller föderalen Ebenen entstehen können.
Zum Abschluss des Kongresses wurde deutlich, dass die Entwicklung der Kommunen in der kommenden politischen Zusammenarbeit von CDU und SPD stärker in den Fokus rücken soll. Themen wie Sicherheitsfragen oder unangemessene Kostenbelastungen – etwa durch GEMA-Gebühren – sollen dabei verstärkt aufgegriffen werden.
Fotocredits: Xander Heinl