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„In Linz, da stinkt's!“ – diesen Satz hörte man in den 1990er Jahren häufig, wenn jemand erzählte, dass er aus Linz kommt. Lange Zeit prägte vor allem die Industrie das Image der Stadt. Heute gilt Linz dagegen als eine der führenden Kultur- und Innovationsstädte Österreichs.
Wie dieser Wandel gelungen ist, steht im Mittelpunkt der bcsd-Fachexkursion 2026. In einer kleinen Gruppe erhalten die Teilnehmenden exklusive Einblicke, treffen zentrale Akteur vor Ort und diskutieren Themen wie Stadtentwicklung, Kampagnenarbeit, Beteiligung, Innovationsprozesse und die Zukunft der Innenstadt. Ergänzt wird das Programm durch Impulse an der Schnittstelle von Stadt, Kultur und Technologie sowie zum Auftakt einen gemeinsamen Austausch mit den Kolleg:innen von Stadtmarketing Austria.
Die Exkursion richtet sich exklusiv an ordentliche Mitglieder der bcsd. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Termin: 24.–27. September 2026Teilnahmegebühr: 895 Euro zzgl. MwSt.Anmeldungen sind ab sofort möglich.
Weitere Informationen unter: https://www.stadtoptimisten.de/bcsd-exkursion-2026-linz-und-leonding/
Take a Risk - visit Linz: www.youtube.com/@VisitLinz
Drei Tage voller Begegnungen, Inspiration und echter #StadtistLeben-Momente: Der Deutsche Stadtmarketingtag 2026 in Frankfurt am Main liegt hinter uns – und was bleibt, sind starke Impulse, neue Verbindungen und die gemeinsame Leidenschaft für lebenswerte Städte. Der Deutsche Stadtmarketingtag 2026 hat einmal mehr gezeigt, was Stadtmarketing ausmacht: Menschen zusammenbringen, Perspektiven teilen, voneinander lernen und gemeinsam Zukunft gestalten. Danke an alle Stadtoptimist:innen, die mit uns diskutiert, gelacht, gefeiert und neue Impulse für lebenswerte Innenstädte und Zentren mitgenommen haben. Dieses Video hält nur einen kleinen Teil der besonderen Atmosphäre fest, die diese Tage geprägt hat. Ein herzliches Dankeschön an unsere Hauptsponsoren MK Illumination Global und Smart.Region GmbH sowie an unsere Partnerorganisation Stadtmarketing Frankfurt am Main.
Berlin 7. Mai 2026 Zum 30-jährigen Bestehen der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd) kamen vom 3. bis 5. Mai über 300 Fachleute aus Stadtmarketing, Stadtentwicklung, Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft im Gesellschaftshaus Palmengarten zusammen. Unter dem Leitmotiv „Zukunft Stadt“ diskutierten die Teilnehmenden, wie Städte angesichts gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und technologischer Umbrüche lebenswert, resilient und gestaltbar bleiben können.
Politische und fachliche Impulse: Stadtmarketing als Gestalter
Kaweh Mansoori, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, betonte in seiner Eröffnungsrede: „Die Zukunft unserer Städte wird nicht an einer einzelnen Stelle entschieden. Sie entsteht dort, wo Menschen zusammenarbeiten.“
Gemeinsam mit Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, und Gerold Leppa, Bundesvorsitzender der bcsd, unterstrich er die strategische Rolle des Stadtmarketings als Vermittler zwischen Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft.
Josef ergänzte: „Stadtmarketing ist mehr als Werbung. Es gestaltet und vernetzt. Es funktioniert nur dann, wenn es von den Menschen vor Ort getragen wird. Dass der Stadtmarketingtag erstmals in Frankfurt stattfindet und direkt einen Teilnehmerrekord verzeichnet, zeigt die Relevanz des Themas ‚Zukunft Stadt‘.“
30 Jahre bcsd: Stadtmarketing als Schlüsselakteur
Zum 30-jährigen Bestehen der bcsd betonte Gerold Leppa die Entwicklung der Branche: „Stadtmarketing macht weit mehr als Kommunikation und Veranstaltungen – es organisiert Dialoge und dauerhafte Kooperationsstrukturen. So motiviert es Akteure, sich für die Entwicklung und Attraktivität der Städte einzusetzen und innovative Projekte umzusetzen.“ Damit sei es ein unverzichtbarer Akteur in der kooperativen Stadtentwicklung. Die bcsd fordert, dass Stadtmarketing in Entscheidungsprozessen strukturell verankert, in seiner Bedeutung anerkannt und finanziell entsprechend ausgestattet wird. „Die Anerkennung des hessischen Wirtschaftsministers Kaweh Mansoori und des Frankfurter Oberbürgermeisters Mike Josef unterstrich die Bedeutung. Dennoch steht das Stadtmarketing mit Blick auf die finanzielle Situation der Kommunen vielerorts unter Druck. Ich hoffe, dass die Städte den Wirkungshebel erkennen und nicht am falschen Ende sparen“, so Leppa weiter.
Zentrale Herausforderungen – und eine klare Haltung
In hochkarätigen Fachvorträgen und Paneldiskussionen zu Themen wie Künstlicher Intelligenz, kommunalen Finanzen, Innenstadtentwicklung, Handel, Mobilität und Aufenthaltsqualität rückte immer wieder eine zentrale Frage in den Fokus: Wie kann die Stadt der Zukunft gestaltet werden – und welche Strategien und Kooperationen sind notwendig, um diesen Wandel erfolgreich zu gestalten?
Viele Kommunen setzen bereits heute erfolgreiche Ansätze um und gestalten den Wandel aktiv. Gleichzeitig bestehen weiterhin strukturelle Herausforderungen – insbesondere mit Blick auf die finanzielle Handlungsfähigkeit der Städte und Gemeinden. Umso wichtiger ist die konsequente Weiterentwicklung bewährter Ansätze, strategische Prioritätensetzung und der Mut zu klaren Entscheidungen.
Den Abschluss des Deutschen Stadtmarketingtags bildete die Keynote „Radikale Zuversicht“ von Lena Papasabbas. Sie formulierte eine Haltung, die viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer als wegweisend für die Stadtentwicklung der kommenden Jahre verstanden: Wandel aktiv anzunehmen und Zukunft mit Zuversicht zu gestalten.
Fazit: Stadtmarketing als Schlüsselfaktor der Stadtentwicklung
Der Deutsche Stadtmarketingtag 2026 machte deutlich, dass Stadtmarketing heute weit über klassische Kommunikations- und Eventaufgaben hinausgeht. Als Vermittler, Impulsgeber und Koordinator übernimmt es eine zentrale Funktion in urbanen Entwicklungsprozessen und trägt wesentlich dazu bei, unterschiedliche Akteure, Interessen und Perspektiven zusammenzuführen. Um die Zukunftsfähigkeit urbaner Räume nachhaltig zu stärken, sollte diese Rolle in Entwicklungs- und Entscheidungsprozessen stärker genutzt und strukturell verankert werden. Die bcsd versteht sich dabei als fachlicher Partner und Netzwerkplattform für die Entwicklung lebenswerter, resilienter und zukunftsfähiger Städte.
Noch mehr Impressionen finden Sie auf www.stadtoptimisten.de
Seit 30 Jahren setzt sich die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland gemeinsam mit ihren Mitgliedern für lebendige Städte ein. Stadtmarketing wirkt – jeden Tag: Es schafft Orte, an denen Menschen sich begegnen, Ideen entstehen und Gemeinschaft wächst.
In diesen drei Jahrzehnten hat sich Stadtmarketing zu einem wichtigen Gestalter urbaner Entwicklung entwickelt: Es stärkt Stadtidentitäten, bringt Akteure zusammen und trägt dazu bei, Innenstädte und öffentliche Räume lebendig zu halten.
Das gelingt durch die Bündelung von Kräften, durch Kooperation – und durch das große Engagement der Kolleginnen und Kollegen, die sich täglich vor Ort für ihre Städte einsetzen und dabei die vielfältigen Herausforderungen des Stadtlebens gestalten.
Heute verbindet die bcsd fast 600 Mitglieder, die gemeinsam daran arbeiten, Städte zu Orten zu machen, mit denen sich Menschen identifizieren und in denen sich Bewohner:innen wie Gäste gleichermaßen wohlfühlen.
Und wir schauen nach vorn: Gerade in Zeiten großer Veränderungen braucht es starke Netzwerke, neue Ideen und engagierte Stadtoptimisten.
Wir sind stolz auf unser Netzwerk – und darauf, gemeinsam die Zukunft unserer Städte zu gestalten.
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Geschäftsführer Jürgen Block zum 30-jährigen Jubiläum der bcsd:
"Die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland wurde 1996 als Berufsverband gegründet. Es galt diese neue städtische Disziplin mit ihrem undefinierte Aufgabenfeld zu organisieren, mitVorzeigeprojekten und Maßnahmen aufzuladen. Aber vor allem bestand für die wenigen noch durchweg als exotisch geltenden City- und Stadtmanager die Notwendigkeit sich über die gemachten Erfahrungen auszutauschen und sich dabei zu vergewissern, dass man weder alleine noch besonders verrückt ist. Diese enthusiastischen Pioniere für moderne Stadtentwicklung haben sich damals übrigens selber als „Universallaien“ bezeichnet.
Das City- und Stadtmarketing steckte noch in den Kinderschuhen und weder unter den Protagonisten selbst noch bei deren Auftraggebern, meist aus kommunaler Politik und dem innerhabergeführtem Einzelhandel, war wirklich klar, was gutes City- und Stadtmarketing eigentlich ausmacht und wie es gelingen kann. Die Erwartungen allerdings waren damals schon haushoch und äußerst ambitioniert, wenn es meist ziemlich lapidar hieß, das Stadtmarketing solle dafür Sorge tragen, dass die (Innen-)Stadtattraktiver werde. So stand es und steht es wahrscheinlich heute noch in vielen Vereinssatzungen, Gesellschaftsverträgen oder sonstigen Gründungsurkunden. Die damalige Maxime sexy zu sein, in erster Linie nach wirtschaftlichem Erfolg für Händler zu streben und der lahmenden Verwaltung Beine zu machen sowie den Kopf zu öffnen, überlagerte oftmals die ersten wissenschaftlichen Ansätze zum Management der Anspruchsgruppen, wie sie bereitsEnde der 80er von Prof. Heribert Meffert erarbeitet worden waren.
Vieles hat sich seitdem weiterentwickelt, das Wording hat sich (mehrmals) geändert, manches ist bereits (mehrmals) wiedergekommen anderes verbannt und vieles ist noch nicht auserzählt. Immer gleich war der Hunger und Durst nach Erfahrungsaustausch, der daher von Beginn an ganz oben auf der Prioritätenliste des Verbandes steht. Voneinander zu lernen, in Kompetenzen, Schnittstellen und Synergien zu denken und mit allen drüber zu sprechen, zeichnet heute wie gestern gutes City-und Stadtmarketing aus. Wir als bcsd blicken mit Stolz (das darf an dieser Stelle sein) auf diese und auch unsereeigene Verbandsentwicklung zurück. Mit heute fast 600 Mitgliedern, einem 7-köpfigen ehrenamtlichen Vorstand,einer Geschäftsstelle in Berlin und elf Landesverbänden sind auch wir längst aus den Kinderschuhen entwachsen.
Und natürlich darf auch ein Dank an unsere Mitglieder an dieser Stelle nicht fehlen: für das Vertrauen in uns und unsere Arbeit, für das Mitwirken an unserem gemeinsamen Ziel – die Stärkung des Stadtmarketings - und für die Offenheit und den oben beschriebenen, kontinuierlichen Austausch. Denn bei allem Wachstum, bleibt diese Konstante gleich: die bcsd lebt von einem starken Netzwerkgleichgesinnter ,Stadtoptimisten‘."
Stimmen aus dem Netzwerk finden Sie hier: www.bcsd.de/verband/mitglieder/mitgliederstimmen/
Beim Kommunalkongress „Zukunftsfähige Innenstädte“ diskutierte die bcsd im Panel „Pulsierende Innenstädte für Wohlbefinden und hohe Aufenthaltsqualität“ mit hochkarätigen Gästen über die Zukunft unserer Zentren. Auf Einladung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und der Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitik brachten unter anderem Jana Schimpke (DEHOGA), Stefan Genth (HDE) und Jürgen Block zusammen ihre Expertise ein, um über Anforderungen an attraktive und lebendige Innenstädte zu sprechen.
Bereits in seiner Begrüßung betonte Fraktionsvorsitzender Jens Spahn die Bedeutung von Sicherheit, Sauberkeit und guten Services als zentrale Grundlagen funktionierender Innenstädte und sagte den Kommunen Unterstützung zu. In der anschließenden Diskussion wurde zugleich deutlich: Innenstädte sind längst weit mehr als Orte zum Einkaufen oder Essengehen. Sie sind soziale, kulturelle und öffentliche Räume, in denen Begegnung, Vielfalt und Teilhabe möglich werden. Sie schaffen Gelegenheiten, über die eigene Bubble hinaus miteinander in Kontakt zu kommen, urbanes Leben zu erleben und Stadtgesellschaft aktiv mitzugestalten. Damit Innenstädte wirklich pulsieren können, braucht es das Zusammenspiel vieler Akteure aus Handel, Gastronomie, Kultur, Freizeit und Bildung. Stadtmarketing übernimmt dabei eine wichtige Rolle als Moderator, Vernetzer und Impulsgeber. Genau hier brachte die bcsd ihre Expertise in die Debatte ein und bot der Politik ihre Unterstützung an – auch mit Verweis auf die bewährte Zusammenarbeit im Beirat Innenstadt des BMWSB.
Besonders deutlich wurde: Zukunftsfähige Innenstädte brauchen nicht nur passende Förderinstrumente, sondern vor allem solide kommunale Finanzen, verlässliche Rahmenbedingungen und Vertrauen in die Gestaltungskraft vor Ort. Einigkeit bestand darüber, dass Kommunen hierfür echte Handlungsspielräume benötigen. Auch bei Fragen der Sicherheit, etwa rund um Veranstaltungen im öffentlichen Raum, wurde klar, dass tragfähige Lösungen nur im Zusammenspiel aller föderalen Ebenen entstehen können.
Zum Abschluss des Kongresses wurde deutlich, dass die Entwicklung der Kommunen in der kommenden politischen Zusammenarbeit von CDU und SPD stärker in den Fokus rücken soll. Themen wie Sicherheitsfragen oder unangemessene Kostenbelastungen – etwa durch GEMA-Gebühren – sollen dabei verstärkt aufgegriffen werden.
Fotocredits: Xander Heinl