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Neue digitale Bequemlichkeiten und die europäische Stadt

Dass es für Standorte nicht unerheblich ist, welche Verkehrsinfrastrukturen vorhanden sind und dass beispielsweise das Vorhandensein einer Bahnanbindung Auswirkungen auf die Entwicklung der räumlichen Strukturen hat, ist bereits bekannt und erforscht. Eine neue Veröffentlichung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beschäftigt sich nun jedoch damit, welche räumlichen Auswirkungen die Digitalisierung und die digitalen Infrastrukturen haben. Klassischerweise in den Innerstädten angesiedelte Funktionen (Einkaufen, Kultur, Bildung oder Verwaltung) verlieren ihre Bindung an einen Ort. Anhand der Themen CarSharing und autonomes Fahren, Online-Shopping und Big Data werden kurz aktuelle Entwicklungen und mögliche Auswirkungen auf (städtische) Räume skizziert. Gleichzeitig stellt sich dabei immer auch die Frage, welche (ggf. unerwünschten) Nebeneffekte die Digitalisierung mit sich bringt und noch bringen wird.

Die Publikation können Sie hier herunterladen.

24.05.2017
Studie zu Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel

Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE), das IFH Köln und cisco haben gemeinsam eine Studie zum Einkaufsverhalten der Kunden stationärer Händler durchgeführt für die 2.500 Personen im stationären Einzelhandel nach ihrem Einkaufsverhalten befragt wurden. Unter anderem zeigt sich, dass viele Käufe in stationären Geschäften nicht vorab geplant werden, sondern spontan bei einem Einkaufsbummel getätigt werden. Obwohl die Loyalität gegenüber den lokalen Händlern hoch ist, wird auch gerne online gekauft. Gründe sind vor allem der Fahrtaufwand in die Innenstadt, die mangelnde Produktverfügbarkeit und unpassende Öffnungszeiten. Die Kunden wurden für bestimmte Einzelhandelsbranchen nach ihren Erwartungen befragt und danach, ob diese erfüllt werden. Eine gute Beratung ist den Kunden wichtig - die befragten Kunden informieren sich gezielt im Voraus und erwarten von den Händlern, dass diese besser informiert sind als sie selbst. Weiterhin wird Wert auf eine große Auswahl, Schnelligkeit und ein positives Einkaufserlebnis gelegt. Besonders bei der Verfügbarkeit von Produkten und der Information der Händler besteht noch Nachholbedarf. Die Studie zeichnet auf Basis der Gap-Analysen Zukunftsszenarien für die Händler. Hier finden Sie die komplette Veröffentlichung.

23.05.2017
Neue Projekte im Projektpool

Im bcsd-Projektpool stellen Stadtmarketingorganisationen besonders gelungene Ansätze und Projekte vor. Neben einer Beschreibung des Projektes, einem Fazit und Bildern enthalten die Projektblätter jeweils auch die Kontaktdaten der Ansprechpartner, um den Erfahrungsaustausch zu erleichtern. Die Sammlung, die mittlerweile über 150 Beispiele umfasst, ist hier für unsere Mitglieder zugänglich. Im Folgenden stellen wir Ihnen drei neue, gekürzte Beiträge vor.

Mayen – Offline und Online zusammen denken: Die Digital-Initiative für die Innenstadt
Die Stadt Mayen (19.000 Einwohner) verfolgt das Ziel durch die Digitalisierungsstrategie die Innenstadt und die Händler zu stärken. In einem ersten Schritt wurde die Einrichtung eines flächendeckenden, kostenfreien WLAN-Netzes durch die Initiative Freifunk unterstützt. Zudem wurde eine Mayen-App entwickelt, die bereits über 2.500 Mal heruntergeladen wurde. Im nächsten Schritt soll ein virtuelles Kaufhaus den Kunden die Möglichkeit geben, Waren bei lokalen Händlern zu bestellen und diese entweder abzuholen oder liefern zu lassen. Durch die Integration eines Lebensmittelvollsortimenters soll auch die Nahversorgung für weniger mobile Menschen gewährleistet werden.

Niebüll – Stadtmagazin prisma
Die Stadt Niebüll (10.000 Einwohner) hat sich mit dem kostenfreien Stadtmagazin einen neuen Kommunikationsweg erschlossen, um die eigenen Inhalte zu vermitteln und Besuchern und Bürgern die Stadt, das Stadtgeschehen und die Akteure vor Ort über Storytelling näherzubringen. Das Magazin richtet sich vor allem an junge Menschen und soll die emotionale Bindung zur Stadt stärken. Nicht zuletzt geschieht dies dadurch, dass Jugendliche an der Erstellung beteiligt werden.

Wittlich: alwin – Aktives Leerstandsmanagement in der Wittlicher Innenstadt
Die Gemeinschaftsinitiative alwin fördert die Ansiedlung von Gastronomie, Handel, Handwerk und Kreativwirtschaft in Wittlich (19.000 Einwohner). Existenzgründer und bestehende Unternehmen erhalten Förderungen über unterschiedliche Bausteine, beispielsweise Beratung durch ein Experten-Netzwerk oder ein Angebot von flexiblen und vielfältigen Flächen in der Altstadt. Seit März 2017 besteht auch die Möglichkeit, Räume für Pop-up-Stores anzumieten. Mit dem „Männerladen“ wurde bereits der erste temporäre Laden erfolgreich angesiedelt.

Ihr Projekt
Ihnen fallen sicher ebenfalls gelungene Beispiele aus dem Stadtmarketing in Ihrer Stadt ein. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese mit uns teilen und uns über office@bcsd.de eine kurze Projektbeschreibung zukommen lassen, damit wir daraus einen Beitrag zu unserem Projektpool erstellen können.

22.05.2017
Gemeinsam online? – Digitale City-Initiativen in Niedersachsen

Die CIMA Beratung + Management GmbH hat 2016 eine Befragung zum Stand der Digitalisierung im Handel unter Werbegemeinschaften, Stadtmarketingorganisationen sowie Kommunen durchgeführt, an der 126 Akteure teilgenommen haben. Zusätzlich wurden als Fallbeispiele Buchholz in der Nordheide und Stade genauer unter die Lupe genommen. Dort wurden auch lokale Einzelhändler nach dem Stand der Digitalisierungsbemühungen befragt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sowohl bei den Werbegemeinschaften als auch bei den Händlern noch lange nicht alle Möglichkeiten der Digitalisierung ausgeschöpft werden und der Handel ganz überwiegend noch nicht „online“ ist. Als Auswirkung der Digitalisierung rechnen die Befragten mit einer Zunahme von Leerständen und der Bedeutungszunahme von Dienstleistungen, Gastronomie und Freizeit in der Innenstadt. Der am häufigsten genannte Grund für fehlende Online-Aktivitäten ist mit Abstand die knappe Ressource Zeit bzw. das Fehlen eines Kümmerers. Die Finanzierung der Aktivitäten erfolgt meist aus dem bestehenden Budget aus Mitgliedsbeiträgen und kommunalen Zuschüssen und wird eher selten aus zusätzlichen Mitteln bestritten. Damit kann für die klassischen Aufgaben weniger Budget eingeplant werden. Auch den Händlern fehlt es meist an Know-How und den nötigen Mitteln. Die CIMA sieht das Stadtmarketing in der Verantwortung, passende Strategien für den jeweiligen Standort zu erarbeiten und Aktivitäten zu initiieren. Auch die Städte sollen in die Verantwortung gehen und gerade für die Anfangszeit einen Kümmerer stellen. Die vollständige Auswertung der Umfrage finden Sie hier zum Download.

18.05.2017
Sparkassen-Tourismusbarometer Ostdeutschland, Reiseanalyse, Radreiseanalyse

Der Ostdeutsche Sparkassenverband (OSV) hat das neue Tourismusbarometer für Ostdeutschland (ohne Berlin) auf der ITB vorgestellt. Demnach hat der Tourismus in Ostdeutschland immer bessere Kennzahlen vorzuweisen – die Zahl der Übernachtungen steigt, die Eigenkapitalquote konnte gesteigert werden und die Zufriedenheit und das Vertrauen der Gäste sind hoch. Dennoch ist das Wachstum im Verhältnis zum Westen der Republik deutlich geringer, was auch an den dort getätigten Investitionen in den Tourismus liegt. Der OSV betont die Bedeutung, die Qualität entlang der Servicekette / Customer Journey zu beachten und fordert die ostdeutschen Destinationsmanagementorganisationen dazu auf, hier gezielt nachzubessern, denn Qualität, die sich auch in guten Online-Bewertungen niederschlägt, ist ein wichtiges Kriterium für die Kunden. Hier finden Sie die Studie.

Ebenfalls auf der ITB wurden erste Ergebnisse der neuen Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen vorgestellt. Demnach kann Deutschland einen Zuwachs um drei Prozent im Vergleich zu 2016 verzeichnen. Zwar wurden 2016 mehr Kurzurlaube als 2015 durchgeführt, die Ausgaben pro Kurzurlaub und Person sanken jedoch von 274 € auf 253 €. Das häufigste Ziel der Kurzreisen der Deutschen sind (Groß)Städte im Inland, bei denen bevorzugt im Hotel übernachtet wird. Mehr Informationen finden Sie hier.

Auch auf der ITB wurde die neue Radreiseanalyse des ADFC vorgestellt. Radtourismus ist demnach ein sehr stark wachsendes Segment (30% Wachstum zu 2014), Deutschland ist der eindeutig bevorzugte Urlaubsort. Die Reisen werden meist individuell über das Internet organisiert. Bayern, das Münsterland und die Bodensee Region sind die beliebtesten Gegenden. Jeder fünfte findet ein Pedelec-Angebot vor Ort wichtig. Hier finden Sie die Studie zum Download.

Ein Beispiel für Fahrradmarketing ist das E-Bike-Festival in der Dortmunder Innenstadt, das mit buntem Rahmenprogramm wie Konzerten, Probefahrten und Shows im letzten Jahr 50.000 Besucher angezogen hat. Dazu erfahren Sie hier mehr.

17.05.2017
Neue Wege in der Bürgerbeteiligung 2 – Salz & Suppe Stuttgart

Das Projekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik „Salz & Suppe“ aus der Landeshauptstadt Stuttgart hatte zum Ziel Menschen verschiedener Schichten, Altersgruppen und Nationalitäten am Esstisch zusammen und miteinander ins Gespräch zu bringen. Dabei wurde in heterogen zusammengesetzten Gruppen von sechs Personen über das Leben in Stuttgart, die Stadt an sich, das jeweilige Quartier und Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert. Zum Teil wurden Stadtteilspaziergänge inkludiert, die dazu beitragen sollten, die Stadt besser kennenzulernen. Als Treffpunkt fungierten Stadtteilzentren oder auch die Wohnungen der Teilnehmer. Moderation und Dokumentation wurden von lokalen Persönlichkeiten übernommen. Die Ergebnisse sollen nun der Stuttgarter Stadtverwaltung präsentiert werden. Hier erfahren Sie mehr.

16.05.2017
Neue Wege in der Bürgerbeteiligung 1 – Barcamp München

Die Stadt München sieht Transparenz, Partizipation und Koproduktion als wichtige Bestandteile der Digitalisierung und trifft sich daher mit Bürgern im Rahmen eines Barcamps, um über Ideen, Projekte und Apps für die digitale Stadt zu sprechen. Zum einen geht es darum, welche digitalen Services die Landeshauptstadt München selbst anbieten sollte, um den Bürgern das Leben zu erleichtern, zum anderen um allgemeine Ansätze zur Verbesserung der Lebensqualität. Ein Barcamp ist eine Veranstaltung, die keine vorab festgelegte Tagesordnung hat. Der Ablauf wird demokratisch auf der Tagung bestimmt, wobei jeder dazu berechtigt ist ein eigenes Vortrags- oder Diskussionsthema vorzuschlagen. Hier erfahren Sie mehr.

15.05.2017
Leitfaden zur Gestaltung von Hotel Websites

Das österreichische Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft hat einen umfangreichen Leitfaden zur Gestaltung von Hotelwebseiten herausgegeben. Der Leitfaden soll den Beherbergungsbetrieben dabei helfen, klar strukturierte, moderne und vor allem gut zu findende Homepages zu erstellen, um somit der Marktdominanz von Buchungsplattformen entgegen treten zu können und mehr direkte Buchungen zu akquirieren. Nach einem einführenden, zusammenfassenden Beitrag folgen zehn Fachkapitel, beispielsweise zu Design, Barrierefreiheit, Integration des Social Web, Suchmaschinen, Datenanalyse und E-Commerce. Eine Checkliste und Begriffserklärungen runden das Angebot ab. Hier finden Sie die Veröffentlichung.

12.05.2017
Bielefeld sucht Fan-Ideen

Die Bielefeld Marketing GmbH und das Sponsoren- und Unterstützer-Netzwerk Bielefeld Partner suchen Fan-Ideen für die Stadt. Die drei besten Einreichungen werden mit jeweils 5.000 € unterstützt. Die Vorschläge können Konzepte für Events, Veranstaltungen oder Projekte sein und sollen sich positiv mit den definierten Stärken der Stadt auseinandersetzen Die Bewerbung steht sowohl Bürgern als auch Vereinen, Institutionen oder Unternehmen offen. Eine Jury trifft die Auswahl aufgrund der Kriterien Inhalt (Lebensqualität, Stärken), Kreativität (neu, noch nicht vorhanden), Attraktivität (große Zielgruppe) und Praxisbezug (bis Ende September 2018 von den Bewerbern umsetzbar). Bereits seit letztem Jahr können Bürger und Unternehmen durch die Verwendung des neu gestalteten Stadtlogos ihre Verbundenheit zur Stadt zeigen. Mehr Informationen finden Sie hier.

11.05.2017
Trends im Standortmarketing 2017

Die index Agentur für strategische Öffentlichkeitsarbeit und Werbung GmbH hat die Auswertung der diesjährigen Expertenbefragung zum Thema Trends im Standortmarketing veröffentlicht. Als größte Herausforderung sehen die 239 befragten Wirtschaftsförderer nach wie vor das knappe Budget. An zweiter Stelle folgt die Fachkräftegewinnung. Zudem wird deutlich, dass bei der Kommunikation vor allem auf bewährte Maßnahmen, also klassische Druckerzeugnisse, gesetzt wird. Deren Nutzung nimmt im Vergleich zum Vorjahr sogar noch zu. Ein Drittel der befragten Wirtschaftsförderer gab an keine eigene Website zu betreiben, während gleichzeitig die Nutzung sozialer Medien, vor allem von Facebook und Instagram, angestiegen ist. Der Bereich Social Media ist auch ganz vorne, wenn es um die geplanten Maßnahmen geht und wird vor Videos und Standortmarketing genannt. Wichtigstes Ziel der Befragten ist es, die Bekanntheit des Standortes zu steigern. Die Bedeutung der Flüchtlingsthematik wird eher gering eingeschätzt, während der Digitalisierung eine sehr hohe Relevanz zugemessen wird. Immerhin ein Viertel der Befragten sieht sich dort jedoch noch eher schlecht aufgestellt. Die vollständige Auswertung mit vielen weiteren Details, beispielsweise zur Fachkräftegewinnung, können Sie hier bestellen.
Bei der Fachkräftegewinnung sind Studienabbrecher eine relevante Zielgruppe, wie dieses Projekt aus dem Osnabrücker Land zeigt. Ein Beispiel der zunehmenden Nutzung sozialer Medien im Standortmarketing ist der Wirtschaftsblog der Stadt Nürnberg, der den Standort, die Akteure und die Leistungen der Wirtschaftsförderung vorstellt. Sie finden diesen hier. Die Stadt Sonthofen geht den Bereich Digitalisierung beispielsweise durch die Gründung eines regionalen Netzwerks Industrie 4.0 an. Hier finden Sie mehr Informationen dazu. Einige weitere Beispiele für digitales Standortmarketing finden Sie hier auf dem Blog des Stadtmarketing Austria zusammengestellt.

09.05.2017
Hessischer Stadtmarketingtag am 09. Mai 2017

„Digital.Vital.Regional – Anforderungen an Stadtmarketing“: Unter diesem Tagesmotto findet am 9. Mai 2017 zum elften Mal der Hessische Stadtmarketingtag im Congress Park (CPH) in Hanau statt. Die Teilnehmer erwarten fundierte Erfahrungsberichte, kreative Strategien und Stadtmarketing-Ideen sowie versierte Referenten. Das Tagesprogramm ist gewohnt vielfältig: Herausforderungen einer „Digitalen Stadt“, Auswertung der IFH-Studie „Vitale Innenstädte 2016“ sowie neue Aufgaben des Stadtmarketings im Zeitalter der Digitalisierung. Mitglieder der bcsd erhalten einen Preisnachlass. Alle Infos und Anmeldung: www.stadtmarketingtag.hanau.de. Organisation: Arbeitsgemeinschaft Hessischer IHKs, Handelsverband Hessen, Stadt Hanau/Hanau Marketing GmbH; Sponsoren: Sparkassenverband Hessen-Thüringen, Sparkasse Hanau, MK Illumination

08.05.2017

[ externer Link ]
Blog des Stadtmarketing Austria

Der Blog des Stadtmarketing Austria bietet Inspiration zu den vielfältigen Fragestellungen des Stadtmarketings, stellt Projekte vor und liefert Tipps zu häufigen Problemstellungen. So werden beispielsweise Kriterien zur Gestaltung öffentlicher Plätze, gastronomischer Außenbereiche oder von Parkgaragen genannt. Das Thema Veranstaltungssicherheit wird in einem Interview aufgegriffen. Vorgestellte Projekte sind unter anderem konsumfreie Zonen oder hierStadtstrände. Darüber hinaus ergänzen hintergründige Artikel zu übergeordneten Themen wie zur Partizipativen Stadtentwicklung oder Kunst im öffentlichen Raum das Angebot. Die Artikel sind teilweise auch von externen Autoren verfasst, wie etwa dem ehemals für das Bregenzer Stadtmarketing verantwortlichen Christoph Thoma, der heute als Berater im Kulturtourismus bzw. an der Schnittstelle von Stadtmarketing und Kultur tätig ist und über den passenden Kulturmix für Städte schreibt. Ein weiterer empfehlenswerter Blog, der sich immer wieder mit Stadtmarketing-Themen beschäftigt kommt ebenfalls aus Österreich: Der von Andreas Reiter verantwortete Blog Future Spirit des Zukunftsbüros Wien, den Sie hier finden.

03.05.2017
BID-News 29 erschienen

Die neue Ausgabe der BID-News des Deutschen Industrie- und Handelskammertages stellt einige Praxis-Beispiele vor. Darunter befindet sich auch der Sieger des erstmals europaweit ausgeschriebenen BID-Awards 2016, der BID NE1 in Newcastle. Der NE1 hat es geschafft, die abends meist leeren Straßen Newcastles durch diverse Aktionen und Maßnahmen im Rahmen der Initiative „Alive after Five“ mit Leben zu füllen und neue Veranstaltungsformate einzuführen. In Flensburg konnte im Zuge des PACT kostenfreies öffentliches WLAN in der Innenstadt eingeführt werden. Zukünftig werden sicher noch viele neue BIDs hinzukommen, denn das Land Niedersachsen wird ebenfalls ein BID-Gesetz verabschieden. In Baden-Württemberg ist unterdessen mit dem Quartiersgemeinschaft Tübinger Straße e.V. in Stuttgart das erste innerstädtische BID des Bundeslandes gestartet, nachdem vor rund zwei Jahren die rechtlichen Grundlagen dazu geschaffen wurden. Hier finden Sie Informationen zu diesem Projekt. Die 29. Ausgabe der BID-News finden Sie hier. Eine Broschüre zu zehn Jahren BID in Hamburg mit Handlungsempfehlungen finden Sie hier. Der nächste BID-Kongress findet am 11./12. Juli in Berlin statt. Die Ausschreibung für den aktuellen BID-Award läuft derzeit und ist hier zu finden.

02.05.2017
Forschungsprojekte zur Beteiligung im Quartier

Der Bundesverband Wohnen und Stadtentwicklung e.V. erforscht die Kommunikation von Nachbarschaften in Zeiten der Digitalisierung. Das Forschungsprojekt Vernetzte Nachbarn fragt, wie sich digitale Nachbarschaftsplattformen wie nebenan.de auf das analoge und digitale Zusammenleben im Quartier auswirken. Aktuell läuft eine Online-Befragung hierzu, im nächsten Schritt sollen Fallstudien die Potenziale der digitalen Kommunikation für das zivilgesellschaftliche Engagement, den Zusammenhalt und die lokale Demokratie erforschen. Hier finden Sie die Plattform des Projekts, die auch Artikel rund um das Thema bietet.

Im Londoner Bezirk Lambeth, genauer im Ortsteil West Norwood, wurde mit „The Open Works“ ein Projekt zur Erforschung lokaler Partizipation in großem, breit angelegten Maßstab realisiert. Über 1.000 Personen beteiligten sich während der zwölfmonatigen Laufzeit an 20 Projekten um herauszufinden, ob eine solch umfangreiche Beteiligung möglich ist und ob sie zur Steigerung der Lebensqualität beitragen kann. Beide Fragen konnten mit „Ja“ beantwortet werden. Die Projektpartner gehen davon aus, dass sich für eine effektive Kooperation zwischen zehn und 15 Prozent der Bevölkerung beteiligen sollten und der Aufbau eines effektiven Netzwerks ca. drei Jahre in Anspruch nimmt. Die Ergebnisse sollen auch dazu beitragen, die nicht nur großstädtischen Probleme Vereinzelung, Verarmung und Krankheit zu bewältigen. Zudem erwarten die Wissenschaftler Kosteneinsparungen, eine erhöhte Widerstands- und Anpassungsfähigkeit sowie Nachhaltigkeit als Ergebnisse des Prozesses. Zu den Aktivitäten zählen unter anderem ein Festival der Ideen, ein sechswöchiges Veranstaltungsprogramm, Näh- und Handwerkertreffs, Ansätze der essbaren Stadt, gemeinsames Kochen und Essen, ein Gründerberatungszentrum, Co-Working-Treffs, Crowd Funding Events, ein Laden mit Flächen zum Verkauf selbstgemachter Produkte, temporäre Spielstraßen, gemeinschaftliche Sportkurse, eine Verleihstation für Dinge des täglichen Bedarfs und eine offene Schule. Den umfangreichen Bericht, der zahlreiche weitere Beispiele lokaler Ökonomie und Beteiligung enthält, finden Sie hier. Hier finden Sie weitere Informationen zur Initiative.

27.04.2017
Werkstatt Stadt ist umgezogen

Die Projektdatenbank Werkstatt Stadt, in der gute Beispiele aus dem Städtebau versammelt sind, findet sich zukünftig in neuem Design auf der Homepage der Nationalen Stadtentwicklungspolitik. Nach und nach werden die Projekte von der alten Homepage auf die neue Adresse umgezogen und können dann dort abgerufen werden. Die Projekte stammen aus den Handlungsfeldern Baukultur, Innovative Stadt, Zivilgesellschaft, Klimaschutz, Regionalisierung sowie Soziale Stadt und werden ständig um neue Beispiele ergänzt. Zu den Projekten zählen beispielsweise die Nutzung einer Baulücke als Park und Wegeverbindung in Luckenwalde und ein Kunstprojekt mit internationalem Garten auf einer Brachfläche in Dietzenbach. Hier gelangen Sie zur Projektübersicht.

26.04.2017
Untersuchung zu räumlichen Auswirkungen des Onlinehandels

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung präsentiert die Ergebnisse einer Studie zu den räumlichen Auswirkungen des Onlinehandels auf die Städte. Aufgrund der Vielfalt der Städte, den zahlreichen weiteren Faktoren im Handel bzw. der Gesellschaft und der Dynamik der Entwicklung des Onlinehandels, die für die unterschiedlichen Branchen nur schwer vorhergesagt werden kann, wird kein eindeutiges Bild ersichtlich. Der Onlinehandel wirkt sich als weiterer „Standort“ bzw. Betriebstyp negativ auf die anderen Standorte und Betriebstypen aus, ist aber nicht alleine Ursache der Probleme im inhabergeführten Handel. Tendenziell werden Kleinstädte ein größeres Problem mit Leerstand bekommen, die Versorgung der Landbevölkerung verbessert bzw. stabilisiert sich jedoch durch Lieferdienste. Großstädte werden als widerstandsfähiger angesehen, aber vor allem in den B- und C-Lagen Probleme bekommen. Die Handlungsoptionen, welche eine Kommune ergreifen kann, werden in regulative/planerische, investive sowie kommunikative/kooperative Ansätze aufgeteilt. Multichannel wird als Pflicht für den Handel der Zukunft gesehen, um den Verbraucher dort abzuholen, wo er sich gerade befindet: entweder im Internet oder im Ladengeschäft. Auch das Ladengeschäft selbst sollte ansprechend gestaltet sein. Insgesamt wird der Qualität des Einkaufserlebnisses eine große Rolle zugeschrieben. Weitere Maßnahmen, die genannt werden, um den Handel bzw. die Stadt gegen negative Auswirkungen des Onlinehandels zu wappnen, sind Marketing, Verbesserung der Erreichbarkeit, ansprechende Baukultur, Einzelhandelskonzepte, Business Improvement Districts und Serviceangebote der Händler wie verlängerte Öffnungszeiten. Hier finden Sie die Ergebnisse der Studie, die auf Literaturrecherchen sowie Expertengesprächen und einem Workshop basiert.

20.04.2017
Preisträger „Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken“ aus NRW

Im Rahmen des zweiten eCommerce-Tag NRW wurden die Preisträger des landesweiten Förderaufrufs „Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken“ geehrt. Zehn Projekte können sich über eine Förderung von insgesamt einer Millionen Euro freuen. Die Gewinner sind ONLEIN versorgt (Düren), das F.O.R.U.M. Wuppertal, die Digitalisierung Ibbenbüren, die Bochumer Originale, der digitale Erlebniseinkaufsführer Lippstadt, der stationär-digitale Erlebnisraum Langenfeld, Bad Honnef hat’s!, shopping lab Aachen, HERNE.urban.digital und die Digitalisierungsstrategie Solingen. Weitere Informationen, auch zu den einzelnen Projekten, finden Sie hier.

19.04.2017
Deutschlandtourismus und Messen mit neuem Rekord

Der Deutschlandtourismus hat 2016 erneut eine Rekordgröße erreicht: Bereits zum siebten Mal in Folge konnten die Übernachtungszahlen auf nun 447,3 Millionen gesteigert werden. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent. Hier erfahren Sie mehr dazu. Dass trotz der überzeugenden Zahlen Optimierungsbedarf besteht, formulierte der Deutsche Tourismusverband (DTV) auf seinem Parlamentarischen Abend am 14. Februar. Der DTV fordert eine koordinierte Strategie zur Förderung des Deutschlandtourismus, die insbesondere auch die (Verkehrs-)Infrastruktur berücksichtigt. Die Belange des Tourismus würden durch viele Entscheidungen der Politik berührt, dabei aber nur selten berücksichtigt. Das Statement des DTV lesen Sie hier. Auch die Messeplätze in Deutschland können neue Höchstwerte vermelden: Mehr Aussteller (191.000) und gebuchte Flächen (7,5 Millionen Quadratmeter) gab es noch nie. Lediglich die Zahl der Besucher lag 2001 über dem Wert für 2016, als 10,5 Millionen Gäste begrüßt werden konnten. Mehr dazu erfahren Sie hier. Für Touristiker, die sich auf Messen präsentieren, hat die Tourismusmesse ITB (Internationale Tourismusbörse, vom 08. bis 12. März in Berlin) einen Leitfaden für die Aussteller herausgegeben, den Sie hier finden. Neben konkreten Informationen zur ITB finden sich auch generelle Tipps zur Präsenz auf (touristischen) Messen.

11.04.2017
Mannheim fragt Migranten zur Zukunft der Stadt

Mit der Methode Urban Design Thinking geht die Stadt Mannheim im Rahmen eines Forschungsprojektes der Frage nach, wie sich Migranten das Mannheim der Zukunft vorstellen. 25 Migranten entwickeln gemeinsam mit Experten Visionen für die Stadt der nahen und ferneren Zukunft, formulieren ihre Erwartungen und schätzen ein, welche eigenen Beiträge sie dazu leisten können. Die entwickelten Konzepte und Projekte sollen der Stadtgesellschaft präsentiert, die gelungensten auch umgesetzt werden. So profitiert die Stadt von neuen Ideen und Einsichten in die Bedürfnisse ihrer Bürger, während die beteiligten Migranten ihre Stadt mitprägen können und zielgenauere Ansprache erhalten. Mehr zum Projekt finden Sie hier.

10.04.2017
IFH-Ergebnisse zur Studie „Vitale Innenstädte“

Die Multifunktionalität der Innenstädte ist nicht nur für die City- und Stadtmarketingorganisationen das wichtigste Merkmal von attraktiven und lebenswerten Städten, sondern auch für deren Bürger und Besucher. Dies wird aus den Ergebnissen der Umfrage Vitale Innenstädte einmal mehr deutlich. Basisfunktionen wie Erreichbarkeit, Öffnungszeiten, Sauberkeit und Sicherheit werden dabei in der Stadt vorausgesetzt und erst augenfällig, wenn diese als selbstverständlich wahrgenommenen Serviceleistungen nicht mehr in entsprechender Qualität vorhanden sind. In den Städten müssen diese Funktionen auf einem hohen Standard gehalten werden, um einer positiven Innenstadtentwicklung das Fundament zu bereiten. Die aktuellen Ergebnisse zeigen des Weiteren, dass der qualitative Unterschied zwischen den deutschen Innenstädten dort entsteht, wo die Faktoren Atmosphäre, Handelsangebot und Freizeit- und Kultureinrichtungen zum Tragen kommen. Jede Stadt, die in diesen Segmenten besonders gut aufgestellt ist, kann entscheidende Wettbewerbsvorteile generieren. Hier zeigen sich der Erfolg und die Möglichkeiten, wenn die Anspruchsgruppen einer Stadt zusammenarbeiten und durch gemeinschaftliche Konzepte geleitet werden. Die Studie und damit die befragten 58.000 Innenstadtbesucher weisen ebenfalls auf die Tatsache hin, dass eine lebenswerte Innenstadt auch andere Faktoren als die benannten (atmosphärische öffentliche Plätze, ein vielfältiges Handelsangebot und funktionierende Infrastruktur) bereithalten muss. Es geht vermehrt darum die Stadt auch in der digitalen Welt mit attraktiven Angeboten und Serviceleistungen abzubilden. Online und Offline bilden demnach keine Gegensätze, sondern lassen sich nicht mehr voneinander trennen und müssen bei der Entwicklung und Umsetzung gemeinsam gedacht werden. Auch hier kann das City- und Stadtmarketing mit seinen Kernkompetenzen Kommunikation, Konzept- und Netzwerkarbeit eine wichtige Schnittstelle der Stadtgesellschaft bilden und als Katalysator für die Stadtentwicklung wirken. Hier finden Sie eine Auswertung der Umfrageergebnisse, hier die Zusammenfassung aus dem Newsletter des Instituts für Handelsforschung (IFH) und hier die Statements der Partner Handelsverband Deutschland e.V., Deutscher Industrie- und Handelskammertag und bcsd.

07.04.2017
Praxisbeispiele Place Branding: Mississauga und ONLYLYON

Das englischsprachige Online-Magazin „The Place Brand Observer“ widmet sich beispielsweise in Form von Interviews, Reportagen, Handlungsempfehlungen und Studien dem Thema Place Branding auf der Ebene von Staaten, Ländern, Regionen und Kommunen und hat sich zum Vorsatz gemacht, Praktiker und Wissenschaftler zu verbinden. In einem der jüngsten Beiträge wird die Auslandsmarketing-Strategie und -Aktivität der französischen Stadt Lyon vorgestellt. Diese Fallstudie finden Sie hier. Darüber hinaus wird unter anderem der Markenprozess der sechstgrößten kanadischen Stadt Mississauga anschaulich und gut nachvollziehbar vorgestellt. Hier finden Sie die Beschreibung des Markenbildungsprozesses. Hier finden Sie die Webseite zur Marke Mississauga, auf der die Markenkerne Weltoffenheit/Internationalität, hoher Freizeitwert und inspirierende Möglichkeiten auch mit Zahlen hinterlegt sind. Hier finden Sie ein Brandbook, mit dem sich Mississauga präsentiert und hier einen Brandreport, in dem der Markenprozess beschrieben wird.

06.04.2017
Stadtmarketing Austria gibt Tipps zum Leerstandsmanagement

Das Stadtmarketing Austria präsentiert auf seiner Homepage zwei Beispiele erfolgreichen Leerstandsmanagements: Das Jakominiviertel in Graz und die Lederergasse in Villach. Im Grazer Beispiel einer in die Innenstadt führenden Einkaufsstraße konnte der Besatz von 49 auf 89 Geschäfte gesteigert werden. Ausschlaggebend waren Mietförderungen für neu angesiedelte, aber auch bestehende Betriebe, eine Koordinationsstelle, die Eigentümer und Mieter zusammenbrachte und neue Nutzungsmöglichkeiten aufzeigte, sowie die auffällige visuelle Gestaltung etwa durch eine rote Laufbahn, die am Boden angebracht war. Pop-up Stores, die nur die Betriebskosten zahlen mussten, halfen die Passantenfrequenz zu steigern. Wichtig war wohl auch der Entschluss bei der Ansiedlung weniger an neue Handelsangebote als an Kreative und Handwerker zu denken und die Vernetzung der Gewerbetreibenden zu fördern. Im Villacher Beispiel kommen die Aufwertung der Infrastruktur, etwa der Internetverbindung, sowie die Organisation von Events hinzu. Den Artikel mit den Beispielen und Lösungsansätzen finden Sie hier. Ein weiteres Beispiel ist die Stadtteilpartnerschaft der Gebietsbetreuung Wien, die freie Räume und örtliche Initiativen, die sich für ein lebenswertes Stadtviertel einsetzen, zusammenbringen. Dazu finden Sie hier Informationen.

05.04.2017
Handbuch Neulandgewinner

Das von der Robert-Bosch-Stiftung seit 2013 geförderte Programm Neulandgewinner unterstützt private Initiativen und einzelne engagierte Personen, die sich im ländlichen Raum Ostdeutschlands auf besondere Weise für die Gemeinschaft einsetzen. Bislang wurden 50 Projekte unterstützt, beispielsweise lokale Währungen, Läden in Garagen, Engagement für Flüchtlinge oder Initiativen aus dem Bereich Kunst und Kultur. Eine Übersicht der Projekte finden Sie hier im Handbuch Neulandgewinner.

04.04.2017
Perspektiven und Handlungsempfehlungen für Ortszentren im ländlichen Raum

Die IHK Schwaben aus Augsburg hat einen von der Universität Augsburg erarbeiteten Leitfaden zur Entwicklung der Zentren von Klein- und Mittelstädten im bayerischen Schwaben herausgegeben. Ohne zu sehr in die Tiefe zu gehen, werden die wichtigsten Hebel zur Entwicklung der Innenstädte genannt und prägnant beschrieben. Die Besuchsanlässe, die Atmosphäre und Aufenthaltsqualität, das Serviceangebot im Handel, der Branchenmix bzw. das Ansiedlungsmanagement, die Erreichbarkeit sowie die Kommunikation und Kooperation der Akteure zählen zu den behandelten Bereichen. Nicht zuletzt werden auch Citymanagement, Öffentlichkeitsarbeit und Markenentwicklung als wichtige Bausteine einer attraktiven Innenstadt genannt. Die Publikation finden Sie hier.

03.04.2017
Prozesse in der Wirtschaftsförderung

Das Dortmunder Beratungsunternehmen ExperConsult hat in Kooperation mit der Hochschule Harz eine Umfrage unter mehr als 400 Wirtschaftsförderern durchgeführt, bei der die Organisation regelmäßig wiederkehrender Prozesse im Vordergrund stand. Dabei stellte sich heraus, dass sich eine Vielzahl der Aufgaben wiederholt, jedoch kaum spezielle Tools zum Prozess- und Projektmanagement eingesetzt werden. So wird die Organisation regelmäßiger Tätigkeiten denn auch überwiegend als schlecht bewertet und die bessere Organisation bzw. Beseitigung von Doppelstrukturen gleichzeitig als bester Ansatz zur Bewältigung der Herausforderungen gesehen. Die größten Herausforderungen stellen der Umfrage zufolge jedoch die wachsende Aufgabenfülle und der Rechtfertigungsdruck dar. Die komplette Umfrage finden Sie hier.

31.03.2017
Praxisleitfaden Integriertes Standortmanagement aus Rheinland-Pfalz

Im Rahmen des Projektes Dialog Innenstadt Rheinland-Pfalz der Nationalen Stadtentwicklungspolitik ist ein Leitfaden zum Integrierten Standortmanagement in Innenstädten entstanden, der sich an Kommunen wendet und diesen Hilfestellungen bei der Innenstadtentwicklung liefern soll, insbesondere in schwierigen Situationen. Im Rahmen des Forschungsprojektes fanden regelmäßig Treffen der Städte zum Erfahrungsaustausch untereinander, auch mit Ortsbegehungen, statt. Die Publikation gliedert sich in die Kapitel „Ausgangslage“, „Projektmanagement“, „Imagegestaltung, Standort- und Wirtschaftsfaktoren“, „Strategie- und Kommunikationsprozesse“ sowie „Städtebau und Immobilien“. Dabei werden in jedem Kapitel Best-Practice-Beispiele aus unterschiedlichen Bundesländern vorgestellt. Hier finden Sie den Leitfaden.

28.03.2017
ITB kürt bestes Tourismusfachbuch

Die ITB hat in der Kategorie Tourismusfachbuch das im Herbst 2016 erschienene Buch „Destination Branding von der Geografie zur Bedeutung“ von Christoph Engl, vormals Direktor der Südtirol Marketing AG und nun bei der Brand Trust GmbH tätig, ausgezeichnet. Das in vier Teile gegliederte Buch führt zunächst zehn Grundsätze des Markenmanagements auf, gibt Anregungen, wie die Attraktivität einer Destination ausgebaut werden kann (etwa durch die Inszenierung von Alltagskultur, das Spiel mit Klischees) und wie die Wahrnehmung, beispielsweise durch Messen, Kundenbindung, Kampagnen oder Social Media, beeinflusst werden kann. Das vierte und letzte Kapitel widmet sich der konkreten Markenerfahrung vor Ort in Restaurants, Museen, der Innenstadt, bei Stadtführungen etc. Hier finden Sie weitere Informationen.

27.03.2017
Stadtmarketing Austria gibt Tipps zum Leerstandsmanagement

Das Stadtmarketing Austria präsentiert auf seiner Homepage zwei Beispiele erfolgreichen Leerstandsmanagements: Das Jakominiviertel in Graz und die Lederergasse in Villach. Im Grazer Beispiel einer in die Innenstadt führenden Einkaufsstraße konnte der Besatz von 49 auf 89 Geschäfte gesteigert werden. Ausschlaggebend waren Mietförderungen für neu angesiedelte, aber auch bestehende Betriebe, eine Koordinationsstelle, die Eigentümer und Mieter zusammenbrachte und neue Nutzungsmöglichkeiten aufzeigte, sowie die auffällige visuelle Gestaltung etwa durch eine rote Laufbahn, die am Boden angebracht war. Pop-up Stores, die nur die Betriebskosten zahlen mussten, halfen die Passantenfrequenz zu steigern. Wichtig war wohl auch der Entschluss bei der Ansiedlung weniger an neue Handelsangebote als an Kreative und Handwerker zu denken und die Vernetzung der Gewerbetreibenden zu fördern. Im Villacher Beispiel kommen die Aufwertung der Infrastruktur, etwa der Internetverbindung, sowie die Organisation von Events hinzu. Den Artikel mit den Beispielen und Lösungsansätzen finden Sie hier. Ein weiteres Beispiel ist die Stadtteilpartnerschaft der Gebietsbetreuung Wien, die freie Räume und örtliche Initiativen, die sich für ein lebenswertes Stadtviertel einsetzen, zusammenbringen. Dazu finden Sie hier Informationen.

16.03.2017
Ort-Schafft – Aktivierung ziviler Akteure in Weißwasser

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung führt im Rahmen des Programms Forschung für nachhaltige Entwicklung im sächsischen Weißwasser / Oberlausitz ein Forschungsprojekt zur Beteiligung und Aktivierung vor dem Hintergrund des Demografischen Wandels durch. Im Rahmen des Demografischen Wandels verlieren viele Städte Einwohner und die Daseinsvorsorge kann aufgrund schlechter werdender Finanzen und der geringeren Nachfrage immer weniger gewährleistet werden. Diese Kommunen sind darauf angewiesen, dass die so entstandenen Lücken in der Versorgung durch bürgerschaftliches Engagement geschlossen werden. Da sich vor allem Zugezogene, Jugendliche und junge Frauen bisher wenig engagieren, wird in Weißwasser erforscht, wie genau diese Gruppen in zivilgesellschaftliche Prozesse einbezogen werden und so einen Beitrag zur Stadtgesellschaft leisten können. Die Ergebnisse sollen auch für andere Kleinstädte im ländlichen Raum anwendbar sein. Hier finden Sie mehr Informationen zum Forschungsprojekt.

15.03.2017
Biberach nimmt Berliner Schwaben zurück

Schwaben haben als Zugezogene in Teilen der Berliner Gesellschaft kein gutes Image, werden regelmäßig mehr oder weniger ernst auf die Schippe genommen und teilweise auch offen angefeindet. Der jüngste Twist war ein Bus der Berliner Verkehrsbetriebe mit der Aufschrift: „Liebe Schwaben, wir bringen euch gerne zum Flughafen“. Biberach schickte nun einen schwäbischen Kabarettisten als Win-Back-Manager nach Berlin, der dort Passanten fragte, wo er Schwaben finden würde und ankündigte, die Berliner Schwaben zurückzunehmen. Diese „Anwerbeaktion“ ist nun ein Erfolg in den sozialen Medien geworden. Der Hintergrund ist durchaus ernst. Biberach hat Firmen von Weltrang, die gute Arbeitsplätze zu bieten haben, jedoch einen Mangel an Fachkräften. hier finden Sie das Video zur Aktion und hier einen Bericht darüber.

13.03.2017
Permanente Bürgerbeteiligung in Braunschweig, Heidelberg und anderorts

Bisher konnten Bürger der Stadt Braunschweig über die Beteiligung am Bürgerhaushalt Ideen einbringen. Dies soll nun ganzjährig möglich sein. Kostenneutrale Ideen werden direkt an zuständige Mitarbeiter weitergeleitet, während Kosten verursachende Ideen auch politisch bewertet werden und eine gewisse Zahl an Unterstützern vorweisen müssen. In jedem Fall werden die Bürger über den Stand der Bearbeitung informiert. Mehr Informationen finden Sie hier. Eine Übersicht und Beschreibung der Leitlinien zur Bürgerbeteiligung in deutschen und österreichischen Städten, den die Stiftung Mitarbeit bzw. das Netzwerk Bürgerbeteiligung erstellt hat, finden Sie hier. Darunter findet sich auch das mit dem Preis „Bürgerbeteiligung schafft Zukunft“ ausgezeichnete Beispiel aus Heidelberg, das auf dem Deutschen Stadtmarketingtag 2017 (23. bis 25. April) in Mainz vorgestellt wird.

07.03.2017