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Dortmund und Airbnb - Vereinbarung zur Beherbergungsabgabe

Als erste Stadt in Deutschland hat Dortmund mit der Home-Sharing Plattform Airbnb eine Vereinbarung zur Einziehung der Beherbergungsabgabe geschlossen. Dadurch soll der administrative Aufwand für die Stadt und für die Dortmunder Gastgeber, die ihr Zuhause auf der Plattform anbieten, vereinfacht werden. Die Beherbergungsabgabe in Höhe von 7,5% des Übernachtungspreises wird nun automatisiert beim Gast abgerechnet und an die Stadt Dortmund ausbezahlt. So soll verhindert werden, dass Gastgeber die Beherbergungsabgabe nicht bezahlen. Die Auswirkungen von Airbnb auf die Entwicklung der Städte ist umstritten. Befürworter der Plattform sehen in ihr und der Idee, ungenutzten Wohnraum an Feriengäste zu vermieten, eine Möglichkeit, den Tourismus und die Willkommenskultur in den Städten zu fördern. Ihre Gegner kritisieren den möglichen Verlust von bezahlbarem Wohnraum für die Stadtbewohner, da sie befürchten, dass die Plattform vermehrt als Gewerbeportal genutzt wird und die Vermietung illegaler Ferienwohnungen erleichtert. Mit der Vereinbarung folgt Dortmund nun über 310 Städten und Kommunen weltweit. Airbnb steht aktuell mit weiteren deutschen Städten über Vereinbarungen im Dialog. Weitere Informationen finden Sie hier.

23.01.2018
Digitalisierung in Kaiserslautern mit eigener GmbH

Die Stadt Kaiserslautern treibt die Digitalisierung voran und wird dazu eine eigene hundertprozentige Tochtergesellschaft, die KL.digital GmbH, gründen. Diese soll Ziele aus der Bewerbung um den Wettbewerb Digitale Stadt der Bitkom umsetzen. Unterstützt wird die Stadt dabei von der Landesregierung. Analog zu vielen Unternehmen sowie auch einigen anderen Städten wurden zudem ein Chief Digital Officer (CDO) sowie ein Chief Urban Officer (CUO) ernannt. Beide Stellen sind ehrenamtlich und wurden mit Professoren der örtlichen Technischen Universität aus den Bereichen Informatik und Raumplanung besetzt. Der CDO ist als Stabsstelle beim Oberbürgermeister angesiedelt und soll unter anderem das Leitbild digitale Stadt weiterentwickeln und entscheiden, welche Projekte sinnvoll sind. Der CUO ist beratend tätig und soll die Planungen im Bereich der Digitalisierung mit der Stadt- und Hochschulentwicklung in Einklang bringen. Hier finden Sie weitere Informationen.

22.01.2018
Nachbarschaft und Vielfalt – Quartiersentwicklung mit Geflüchteten

Die Stadt Tübingen führt im Rahmen des Bundesprogramms Nachbarschaft und Vielfalt Beteiligungsprozesse zur Gestaltung neuer Quartiere durch, die dauerhaft bezahlbaren Wohnraum bieten und kreative Ansätze zur Integration ermöglichen sollen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Gestaltung von Freiflächen und öffentlichen Räumen. In einer ersten Runde diskutieren zwölf zufällig ausgewählte Anwohner und auch Geflüchtete an anderthalb Tagen über das zukünftige Zusammenleben und bereiten somit einen darauf folgenden öffentlichen Workshop vor, den auch offizielle Vertreter sowie Vereine, Initiativen, etc. besuchen und neue Kontakte knüpfen. Dort entstandene Initiativen zur Aufwertung des Quartiers werden von der Stadt Tübingen in der Durchführung unterstützt. Hier erfahren Sie mehr dazu.
Zudem finden Sie hier Praxisbeispiele für alters- und generationengerechte Quartiersentwicklung in Baden-Württemberg. Hier finden Sie ergänzend einen praxisorientierten Leitfaden des Städtetags Baden-Württemberg zur inklusiven Quartiersentwicklung und hier eine Website zum Projekt.

17.01.2018
Urteil zum Schutz von Weihnachtsmärkten

Betonpoller, Wassertanks oder schwere Fahrzeuge sollen vielerorts die Eingänge von Weihnachtsmärkten vor Anschlägen schützen. Doch wer soll für diese zusätzlichen Kosten aufkommen? Die Betreiber, die Kommunen oder die übergeordneten Sicherheitsbehörden wie es z.B. bei der Sicherung von Fußballspielen der Fall ist. Das Berliner Verwaltungsgericht hat nun eine erste Antwort auf diese Frage gegeben, die Präzedenzcharakter erlangen könnte. Es gab dem Veranstalter eines Weihnachtsmarktes in Berlin Charlottenburg in einem Eilverfahren recht und entschied: Der Schutz vor Terroranschlägen ist nicht Aufgabe des Veranstalters. Der Ruf nach eindeutigen Regelungen durch den Gesetzgeber wird somit nochmals lauter, da andere öffentliche Veranstaltungen mit gleichen Sicherheitsanforderungen planen müssen. Gegen den aktuellen Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden. hier finden Sie mehr Informationen dazu. Im Bild sehen Sie zwei von insgesamt zwanzig je 1,2 Tonnen schweren Sandsäcken, die den Bochumer Weihnachtsmarkt schützen und weihnachtlich als Geschenke verpackt wurden. (Foto: Bochum Marketing GmbH)

15.01.2018
Artikelsammlung zum Thema Handel

Das Magazin W & V Werben und Verkaufen hat ein Online-Special zum Thema Zukunft des Handels eingerichtet. In der Sammlung von Artikeln zum Thema finden sich Experteninterviews und –statements von Praktikern und Wissenschaftlern, neue Trends und Gedankenspiele, Studien und Neuigkeiten. Unter anderem wird ein niederländischer Käsehändler vorgestellt, der mit dem Verkauf von Käse im Livestream Aufmerksamkeit erreicht und daraufhin Bestellungen sogar aus Neuseeland erhalten hat. Weitere Artikel beleuchten beispielsweise die Zukunft des Handels im Jahr 2018 oder die Digitalisierung im Handel. Hier finden Sie die aufschlussreiche Zusammenstellung.
Eine Übersicht über Werkzeuge, die von lokalen Online-Initiativen zur Anpassung an die Digitalisierung im Handel eingesetzt werden, bietet die Local Commerce Alliance hier.

10.01.2018
Deutscher Tourismuspreis

Aus 62 Bewerbungen um den Deutschen Tourismuspreis wurden anhand der Kriterien Innovationsgrad, Qualität, Kundenorientierung, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit fünf Finalisten ausgewählt, die sich dem Urteil der Jury und des Publikums gestellt haben. Das DOCK INN Hostel in Warnemünde wurde für sein Design aus Schiffscontainern und die vielfältigen Freizeitangebote mit dem ersten Preis geehrt. Das japanische Managementkonzept Kaizen, das es erlaubt, Abläufe immer weiter zu optimieren und so neue Kapazitäten zu schaffen, brachte der Ostfriesland Tourismus GmbH den Publikumspreis und einen Sonderpreis ein. Die Bodenmais Tourismus & Marketing GmbH war mit dem Projekt „Musikkapelle gesucht!“ nominiert, bei dem sie für eine Pauschale Ausflüge inklusive Auftritt organisiert und im Gegenzug von den Musikern in den sozialen Medien beworben wird. Mit dem viel beachteten Tag der Trinkhallen, an dem die Kiosk-Kultur des Ruhrgebiets zelebriert wurde, gewann die Ruhr Tourismus GmbH den dritten Preis. Der Tourismusverband Oberbayern e.V. konnte mit der Digitalen Vertriebsstrategie für Klein- und Kleinstvermieter überzeugen und den zweiten Platz belegen. Hier finden Sie die Projekte in der Übersicht sowie die Möglichkeit zur Teilnahme am Publikumsvoting. Die Preise wurden am 23. November auf dem Deutschen Tourismustag in Mannheim verliehen.

08.01.2018
Magazin Innenstadt widmet sich urbaner Logistik

Das Magazin des Netzwerk Innenstadt NRW beschäftigt sich mit einem Thema, das viele Städte bewegt: Urbane Logistik. Das Thema ist insbesondere in Fußgängerzonen von jeher konfliktbeladen und wird durch die aktuellen Debatten um Luftverschmutzung durch Dieselabgase noch drängender. Im Heft werden grundsätzliche Fragestellungen behandelt, aktuelle Trends wie Lastenräder, Drohnen und E-Mobilität vorgestellt und Praxisbeispiele aus Köln, Siegen, Frankfurt und Amsterdam beleuchtet. Literaturempfehlungen runden das Magazin ab. Hier finden Sie die Publikation.

05.01.2018
Design für Alle – Praxisleitfaden Barrierefreier Tourismus

Die hundert Seiten starke Publikation „Design für Alle und Tourismus: Mehrwerte für Destinationen“ fasst Ergebnisse früherer Studien zur Barrierefreiheit im Tourismus zusammen und identifiziert auf dieser Basis sieben Erfolgskriterien. Wie deren Umsetzung gelingen kann, wird im Anschluss unter Zuhilfenahme von Praxisbeispielen dargestellt. Das Papier liefert zahlreiche Gründe, ein Design für Alle umzusetzen und zeigt anhand verschiedener Fallstudien, wo dies bereits erfolgt ist. Von einer Ausrichtung an den Bedürfnissen mobilitätseingeschränkter Personen profitieren dabei alle Gäste. Hier finden Sie den Leitfaden.

04.01.2018
Christmasworld Premium und Bewerber Best Christmas City

Wir freuen uns sehr, dass die Messe Frankfurt auch in diesem Jahr Entscheider zum Stadtmarketing Premium Programm der Messe Christmasworld einlädt. Die Messe Christmasworld ist die international wichtigste Messe für Deko- und Festschmuck und bietet zum Beispiel eine große Auswahl an Weihnachtsbeleuchtung. Das Premium Programm beinhaltet dabei neben dem Eintritt zur Messe, Parktickets und der kostenfreien Nutzung des ÖPNV in Frankfurt viele weitere Annehmlichkeiten, unter anderem die Teilnahme am Vortragsprogramm in der Christmasworld Lounge. Neben Tagen, an denen sich die Vorträge dem Handel, Handelsimmobilien, Ladenbau und Shoppingcentern widmen, dreht sich am 29. Januar 2018 alles um das Stadtmarketing. Der Zukunftsforscher Andreas Reiter vom ZTB Zukunftsbüro Wien hält einen Vortrag zum Thema „Stadtgeflüster – Wer macht in Zukunft das Bild der Stadt?“ und führt durch den anschließenden interaktiven Austausch. Thematisch wird es dabei um veränderte Kommunikation und Verhaltensmuster in Zeiten der Digitalisierung sowie mögliche Anpassungsstrategien und veränderte Rollen des Stadtmarketings gehen. Nach der Mittagspause werden die Preise im Wettbewerb Best Christmas City vergeben. Hier können Sie sich die weihnachtlichen Konzepte anderer Städte ansehen und bis zum 09. Januar für Ihre Favoriten im Rennen um den Publikumspreis abstimmen. Danach besteht die Möglichkeit zum geführten Messerundgang. Hier finden Sie detaillierte Informationen zum Ablauf des Premium Business Programms sowie die Möglichkeit zur Anmeldung. (Foto: Peter Wieler)

03.01.2018
Diskussionspapier des Deutschen Städtetags zur Wirtschaftsflächenentwicklung

Der Deutsche Städtetag hat ein Diskussionspapier zur Wirtschaftsflächenentwicklung in Städten herausgegeben. Wirtschaftsflächen konkurrieren, insbesondere in wachsenden Städten, mit anderen Nutzungen wie Wohnen, gleichzeitig setzen rechtliche Vorschriften und Ziele der Nachhaltigkeit der Widmung von Flächen, insbesondere am Ortsrand, Grenzen. Zusätzlich stellen beispielsweise die Digitalisierung und veränderte Lebensgewohnheiten neue Anforderungen an Wirtschaftsflächen. Das Papier geht auf diese und andere Herausforderungen ein, stellt Thesen zur Wirtschaftsflächenentwicklung auf, präsentiert gute Ansätze und gibt Handlungsempfehlungen. Hier finden Sie mehr Informationen.

03.01.2018
EU-Wettbewerb zur Digitalen Stadt

Die Europäische Kommission ruft zur Beteiligung am Wettbewerb Digital Cities Challenge auf. Der Wettbewerb basiert auf einer vorhergehenden Studie zu Städten und Regionen als Ausgangspunkte der digitalen Transformation. Hier finden Sie den Bericht, in dem Städten und Regionen eine Anleitung zur erfolgreichen Digitalisierung erhalten. Beispiele der Digitalisierung in Städten werden hier vorgestellt. Beim aktuellen Wettbewerb werden in zwei Beteiligungsverfahren 15 Städte ausgewählt, die in der Folge für rund anderthalb Jahre gezielte Beratung, Fortbildungen, Werkzeuge und Zugang zu Erfahrungsaustausch und Netzwerken erhalten. Hier finden Sie Informationen zum Wettbewerb und die Möglichkeit zur Bewerbung.
Das Digital Commerce Magazin stellt die Ansätze zahlreicher deutscher Städte zur Digitalisierung des Handels vor. Hier finden Sie die Portraits.

21.12.2017
Tourist-Info App Külsheim

Die Stadt Külsheim verfügt mit der Tourist-Info App über ein vergleichsweise kostengünstiges System, mit dem an jedem "Touch-Point" aktuelle, touristisch relevante Infos mobil verfügbar sind. Die Pflege der App ist inklusive, alternativ kann die Pflege der Inhalte selbst übernommen werden. Mit der App werden entsprechende Kommunikationsmittel bereitgestellt, um das Info-Angebot wirkungsvoll zu kommunizieren. Durch flächendeckende Hinweise in Form von Aufklebern mit QR-Codes, Plakaten und Schaufensterfolien steht jedem jederzeit an jedem Ort eine aktuelle Informationsquelle zur Verfügung. Touristen und Gäste finden jetzt - auch wenn Sie sich nur kurz in der Stadt aufhalten - immer eine aktuelle Informationsquelle, die einlädt, die Stadt mit ihren vielfältigen Angeboten zu entdecken: Übernachtungsmöglichkeiten oder Gastronomie, Öffnungszeiten, Sehenswürdigkeiten, Freizeitangebote oder auch lokaler Handel, Ärzte und Apotheken. Radtouristen auf der Durchfahrt oder Wohnmobilisten,die einige Tage auf dem Stellplatz bleiben, stehen nicht mehr vor verschlossenen Türen, wenn Sie beispielsweise mittags etwas essen wollen. Hier finden Sie weitere Informationen.

20.12.2017
Der deutsche Einzelhandel 2017

Vor kurzem haben wir auf die gemeinsam vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag sowie ibi research durchgeführte Studie zum Stand der Digitalisierung im Handel hingewiesen. Nun liegen die Ergebnisse in hierausführlicher Form und auch als hierManagement Summary vor. Die Ergebnisse zeigen, dass dem stationären Handel weiterhin eine sehr wichtige Bedeutung zukommt, die befragten Händler aber mit einem weiteren Bedeutungsverlust und der zunehmenden Verknüpfung mit anderen Kanälen rechnen. Fast alle befragten Händler greifen für die internen Prozesse auf digitale Technologien zurück. Online und Offline verbinden rund ein Drittel der Befragten. Nur zwölf Prozent verfügen über ein Budget für Digitalisierungsprojekte. Dennoch sehen die meisten kleinen Unternehmen Zeitmangel als größtes Hindernis. Hier finden Sie die Ergebnisse zum kostenlosen Download.

19.12.2017
Ideensammlung für Kleinstädte

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat eine „Expertise Kleinstädte“ herausgegeben, in der 18 Fallbeispiele aus Wettbewerben, Forschung, Förderung und Netzwerken vorgestellt werden. Zu den vorgestellten Initiativen zählen beispielsweise die Stadt der erneuerbaren Energien Prenzlau, fahrerlose ÖPNV-Angebote in Sion, ein interkommunales Leerstandsmanagement im Hofheimer Land und digitale Initiativen (Apps, Smart City, 3D-Druck, …). Hier finden Sie die Sammlung der Projekte.

18.12.2017
10 Jahre essbare Stadt Todmorden

Die englische Kleinstadt Todmorden (rund 15.000 Einwohner) liegt zwischen Leeds und Manchester. Bereits vor zehn Jahren wurden öffentliche Obst- und Gemüsegärten angelegt und der Ort so zu einer „essbaren Stadt“. Nun hat man sich einer umfangreichen Evaluation durch ein wissenschaftliches Team unterzogen. Das Ergebnis ist durchweg positiv: Jeder Einwohner kennt das Projekt, auch wenn sich nur rund die Hälfte bereits selbst an den Beeten bedient hat. Der Zusammenhalt und die Identifikation der Einwohner mit ihrer Stadt wurden mit dem Projekt gestärkt. Ebenso wird der öffentliche Raum positiver wahrgenommen und stärker genutzt. Auch wirtschaftlich ist das Projekt ein Erfolg. Zwei Unternehmen wurden ausgegründet, der Absatz regionaler Lebensmittel ist deutlich angezogen und der Tourismus gewachsen. Auch Umwelt und Gesundheit profitieren von Incredible Edible Todmorden. Hier finden Sie weitere Informationen.

15.12.2017
ABC der gelungenen Volksfeste

Der Deutsche Schaustellerbund e.V. hat eine Themenwebsite zu Volksfesten eingerichtet. Auf der in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund erstellten Internetpräsenz wird die Bedeutung von Volksfesten sowohl für Gesellschaft und Kultur als auch für die Wirtschaft betont. Zudem finden Veranstalter dort Informationen zu rechtlichen Themen wie Sicherheit, GEMA oder Lärmschutz, zu Marketingthemen wie Service, Erreichbarkeit, Attraktionen und zur Kommunikation im Krisenfall sowie auf Social Media. Dabei sind die einzelnen Bereiche übersichtlich gegliedert und als Checkliste bzw. Leitfaden aufgebaut. Ergänzend werden mittels Interviews gute Beispiele aus Pforzheim, Bad Dürkheim und Lutherstadt Eisleben vorgestellt. Hier können Sie sich eingehend informieren.

14.12.2017
Neue digitale Möglichkeiten im Stadtmarketing: Augmented Reality in Braunschweig, Virtual Reality in Bochum und Minecraft in Oberursel

Seit September 2017 bietet die von der Braunschweig Stadtmarketing GmbH herausgegebene Braunschweig-App neue Funktionen: Die App kann jetzt auch Augmented Reality (AR), also erweiterte Realität, darstellen. Das bedeutet, das Kamerabild des eigenen Smartphones oder Tablets zeigt auf dem Bildschirm ergänzende Informationen in Form von Bildern, Texten oder weiterführenden Links. Die neue Funktion gibt es zum Burgplatz, zum Südturm der St. Andreas-Kirche und zu Braunschweiger Partner- und Freundschaftsstädten. Gäste der Löwenstadt sowie Einheimische erfahren mit der neuen Augmented Reality-Funktion in der kostenlosen App „Entdecke Braunschweig“ direkt vor Ort Interessantes über ihre Umgebung. Weitere Informationen und die Links zum Download der App gibt es unter www.braunschweig.de/app. (Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH / BSM/S.Gramann/H.Grote,Grafik: Neonaut)

Auch die Bochum Marketing GmbH nutzt neue technische Möglichkeiten bei der Vermarktung und hat kürzlich eine Kampagne mit Virtual Reality (VR) gestartet. In den Fußgängerzonen von München, Bremen und Bonn präsentiert sich Bochum mit der neuen Kampagne als „Talentschmiede im Ruhrgebiet“ und will insbesondere Studierende, Absolventen und Akademiker auf Jobsuche von Bochum begeistern. Passanten können am „Bochum-Cube“ nicht nur Informationen über den Hochschulstandort Bochum und das Netzwerk UniverCity Bochum erhalten, sondern mithilfe einer VR-Brille und dem eigenen Smartphone zwei Kurzspielfilme über Bochum im 360-Grad-Format ansehen. Verfilmt wurden zwei VR-Storys zu den Themen "Angewandte Wissenschaft und Innovation an Hochschulen" und "IT-Sicherheit: Technologie-Kompetenz und Transfer", die auch online einsehbar sind. Weitere Informationen zu der Kampagne finden Sie hier.

Die Stadt Oberursel nutzt ebenfalls ein spielerisches technisches Format, allerdings nicht zur Information der Bürger, sondern für deren Beteiligung an der Neugestaltung des Gebietes um den Bahnhof. Hierzu wurde das Spiel Oberurselcraft auf Basis des beliebten Spiels Minecraft entwickelt, das es den Spielern ermöglicht, das Areal nach ihren Vorstellungen virtuell zu gestalten. Minecraft ist ein Open-World-Spiel von Microsoft und kann als digitales Lego begriffen werden, bei dem, einzeln oder gemeinsam mit anderen Spielern, eine virtuelle Welt mit Bauwerken, Städten und Landschaften gestaltet werden kann. Mithilfe von Daten aus OpenStreetMap, Gebäudedaten im City-GML-Format sowie Baumkatasterdaten der Stadt Oberursel konnte das Gelände originalgetreu abgebildet werden. Oberurselcraft soll insbesondere Kindern und Jugendlichen die Chance geben, sich spielerisch an der Stadtentwicklung zu beteiligen. Zum Erreichen dieser Zielgruppe hat die Stadt auch mit einem bekannten Minecraft-Youtuber zusammengearbeitet. Weitere Informationen zu Oberurselcraft erhalten Sie hier.

04.12.2017
Wettbewerb Best Christmas City ist gestartet - jetzt bewerben!

Gibt es für Ihre Stadt ein Handelskonzept, dass den Handel, die Gastronomie und Hotellerie sowie andere Wirtschafts- und Sozialpartner vereint und so in der Adventszeit Einwohner und Touristen in die Innenstadt zieht? Die Christmasworld, internationale Leitmesse für saisonale Dekoration und Festschmuck, sucht gemeinsam mit der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd e.V.) und dem Fachmagazin Public Marketing die Stadt mit der besten Kampagne in der Vorweihnachtszeit. Im Rahmen des online-Bewerbungsverfahrens beantworten Sie uns beispielsweise folgende Fragen: Wie überzeugt Ihre Stadt mit einem ganzheitlichen und strategischen Ansatz für das weihnachtliche Stadtbild und bietet darüber hinaus ein besonders attraktives Programm für Wiederholungsbesuche? Sind der Einzelhandel und andere Partner wie Hotellerie und Gastronomie in besonderer Weise mit eingebunden? Welche gemeinschaftlichen und außergewöhnlichen Aktionen gibt es? Welche Handelsaktionen beleben die Adventszeit und fördern die vorweihnachtliche Atmosphäre? Wie spiegeln sich die Identität Ihrer Stadt und das Lebensgefühl in Ihrem weihnachtlichen Gesamtkonzept wider? Werden digitale und analoge Erlebnisräume miteinander verbunden?
Startschuss für die Bewerbung war der 1. November 2017. Sie haben bis zum 7. Dezember 2017 Zeit, Ihr einzigartiges Konzept mit aussagekräftigen Fotos, Videos und Texten unter www.bestchristmascity.de einzureichen.

30.11.2017
Landesverbandssitzung Ost – Landesbeauftragte neu gewählt

Der flächenmäßig größte Landesverband der bcsd, der die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen umfasst, traf sich Anfang September in Lutherstadt Wittenberg, um die zukünftige Ausrichtung und Entwicklung des Landesverbands zu diskutieren und den Erfahrungsaustausch der Mitgliedsorganisationen über ihre Arbeitsinhalte zu pflegen. Dabei wurde deutlich, dass der Landesverband vorerst in seiner Ausdehnung bestehen bleiben soll. Um die Länderebene weiter zu stärken, wurde beschlossen, dass es für die einzelnen Bundesländer regionale Ansprechpartner geben soll, die die Vernetzung und den Austausch auch auf dieser Ebene vertiefen sollen. Auch die Zusammenarbeit mit dem City-Management-Verband Ost (CMVO e.V.) soll stärker koordiniert werden. Für den Posten des Landessprechers wurde erneut Stefan Voß, Geschäftsführer der Stadtmarketing Halle (Saale) GmbH, gewählt. Neue Stellvertreterin ist nun Saskia Lange, Geschäftsführerin der Stadtmarketinggesellschaft Dessau-Roßlau mbH, nachdem ihr Vorgänger und Gastgeber der Sitzung, Johannes Winkelmann, nicht mehr für dieses Amt zur Verfügung stand. Die Teilnehmer bedanken sich herzlich bei ihm für die geleistete Arbeit und die spannenden Einblicke in die Lutherstadt zum Reformationsjubiläum.

29.11.2017
Städte-Monitor – dritte Ausgabe erschienen

Der bcsd-Städte-Monitor stellt eine wertvolle Arbeitshilfe der Bundesvereinigung für ihre Mitgliedsorganisationen dar und ist jüngst in der dritten Ausgabe erschienen. Alle Städte, die mit einer City- oder Stadtmarketingorganisation in der bcsd organisiert sind, finden sich mit ihren strukturpolitischen Kennzahlen (Strukturdaten, Demographie, Erwerbstätigkeit und Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Soziales und Bildung, Finanzen) in diesem Monitor wieder. Mit diesem Service können mit wenigen Schritten alle relevanten Kennzahlen zur Überprüfung der strukturellen Entwicklung der bcsd-Mitgliedsstädte übersichtlich abgerufen und zusammengestellt werden. Auch individuelle Städte-Benchmarks, die sich z.B. an der Stadtmarkenstrategie orientieren, können so leicht erstellt werden. Sie können Zeitreihen bilden und verifizieren, ob sich Datenausschläge aus den vergangenen Jahren zu Trends der Gegenwart verfestigt haben. Mitglieder der bcsd erhalten somit ein effizientes Instrument, um sich zielgenau zu informieren und faktengestützt die lokalpolitischen Diskussionen vor Ort beeinflussen zu können. Den bcsd-Städte-Monitor finden Sie hier.

23.11.2017
Kreativ aus der Krise – Impulse städtischer Transformation

Städte stehen heute – vielleicht mehr denn je – vor verschiedenen und unterschiedlich großen Herausforderungen, die nicht selten gleichzeitig in differente Richtungen wirken. Langzeitarbeitslosigkeit bei Fachkräftemangel hier, Zuwanderung und Alterung dort – wie können trotzdem gleichwertige Lebensverhältnisse geschaffen werden?
Wie Städte mit den individuellen Krisen umgehen und Wege zur Gestaltung unvermeidlicher Transformationsprozesse suchen, analysiert eine Publikation des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) „Kreativ aus der Krise - Impulse für städtische Transformationen“. Die Publikation beantwortet Fragen wie: Wie geht Stadtentwicklung jenseits von Großinvestitionen von Unternehmen, Infrastrukturprojekten und Events? Wo sind Schnittstellen von aktueller Praxis verschiedener an der Stadtentwicklung beteiligter Akteure sowie von übergeordneten gesellschaftlichen und ökonomischen Transformationsdiskursen? Weitere Informationen erhalten Sie hier.


15.11.2017
Preisverleihung des Deutschen Nachbarschaftspreises 2017

Nachbarschaft ist einer der wichtigen Pfeiler, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Die Stiftung nebenan.de rief in diesem Jahr erstmals den Deutschen Nachbarschaftspreis aus, um aktive Nachbarn und nachbarschaftliche Projekte auszuzeichnen, die sich für ein offenes, solidarisches und demokratisches Miteinander einsetzen. Über 1.300 Bewerbungen von gemeinnützigen Organisationen, Vereinen, Nachbarschaftsgruppen und -initiativen haben sich dem Wettbewerb gestellt. Am 13. September kamen alle 16 Landessieger zur Preisverleihung des Deutschen Nachbarschaftspreises 2017 in Berlin zusammen. Drei Projekte haben es geschafft, die Jury zu überzeugen und nehmen damit auch eine Vorbildfunktion auf Bundesebene ein. Den ersten Preis, der mit 15.000 Euro dotiert ist, gewann die Bürgerinitiative Agora Köln mit ihrem Projekt „Tag des guten Lebens“. Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister des Innern und Schirmherr des Preises führte die Ehrung vor Ort durch. Dieser Aktionstag regt zum Nachdenken und Mitmachen für alternative Nutzungskonzepte des öffentlichen Raums und der nachbarschaftlichen Zusammenarbeit an. Alle ausgezeichneten Projekte werden hier vorgestellt.

13.11.2017
Die Stadt / Region als Marke

Am 13.11.2017 findet das Seminar „Die Stadt/Region als Marke“ – dieses Mal in Hamburg – statt. Das Seminar beleuchtet, ob und mit welchen Mechanismen Markenentwicklung in Städten gelingen kann. Von den Grundlagen des Markenbegriffs bis zur Erfolgsmessung wird Referent Prof. Sebastian Zenker wieder einen umfassenden Überblick für Stadtmarketinganfänger bis -profis geben. Weitere Informationen finden Sie hier und die Online-Anmeldung ist hier möglich.

08.11.2017
Stadt Kultur Entwicklung

Das Kulturmanagement Network widmet sich in seiner Monatszeitschrift „Kultur und Management im Dialog“ den Zusammenhängen zwischen Stadtentwicklung und Kultur. Sowohl Kulturbauten als auch Veranstaltungen und Netzwerke können einen entscheidenden Beitrag zur Stadtentwicklung, zum Stadtimage und zur Identität beitragen. Reiner Nagel, der auch auf der Deutschen Stadtmarketingbörse 2017 als Referent auftritt, stellt „Kulturbauten als Motor für die Stadtentwicklung“ vor. Weitere Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit gesellschaftlichen Perspektiven, Stadtplanung und Partizipation. Hier können Sie das Heft ansehen.
Darüber hinaus stellt das Kulturmanagement Network in der Serie „Festivalmanagement“ Einschätzungen zu „Trends und Chancen im Musikfestivalmarkt“, Praxisbeispiele (Stadt Wien, Stadt Potsdam) und unterschiedliche Aspekte der Festivalorganisation, wie zum Beispiel Künstlermanagement, vor.
Wie ein ungewöhnliches und nicht kommerzielles Festival aussehen kann, stellt Future Perfect in der Beschreibung des Musikfestivals MIMI in Marseille dar. Hier finden Sie den Artikel.

06.11.2017
Zukunftsweisende Ansätze in kleineren Städten und Gemeinden

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hat im Rahmen des Städtebauförderprogramms kleinere Städte und Gemeinden eine Publikation zu zukunftsweisenden Ansätzen herausgegeben. Neben einer Vorstellung der vier Handlungsfelder „gebaute Umwelt entwickeln“, „Öffentlichen Raum und Grün erleben“, „Gemeinsam handeln“ und „Beteiligung und Aktivierung leben“ werden zahlreiche Praxisbeispiele vorgestellt. Zu den Projekten zählen beispielsweise die Sanierung von Gebäuden, die Schaffung sozialer Treffpunkte, die Bekämpfung von Leerstand, die Einrichtung und Aufwertung von Grünanlagen und die interkommunale Kooperation. Hier finden Sie weitere Informationen.

03.11.2017
Dritter Statusbericht Aktive Stadt- und Ortsteilzentren

Im vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung herausgegebenen dritten Statusbericht zum Programm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren werden über 30 Fördermaßnahmen aus dem gesamten Bundesgebiet vorgestellt. Die Vorstellung ist jeweils in Ausgangslage, Vorgehen / Umsetzung sowie den Impulsen für die Zentrenentwicklung gegliedert. Dabei werden so unterschiedliche Projektkategorien wie beispielsweise „Aufwertung des öffentlichen Raums“, „Partnerschaftliche Zusammenarbeit“, „Funktionsvielfalt und Versorgungssicherheit“, „stadtverträgliche Mobilität“ und „Stadtbaukultur“ vorgestellt. Hier finden Sie den Statusbericht. Über die Förderung im Rahmen des Programms Aktive Stadt- und Ortsteilzentren können städtebauliche Investitionen, in einigen Bundesländern auch nichtinvestive Maßnahmen wie Citymanagementprozesse oder Weihnachtsbeleuchtung finanziert werden.

02.11.2017
IHK-Gutachten und Kundenmeinung zu Ladenöffnungszeiten

Laut einer Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov sind den Kunden des Einzelhandels flexible Öffnungszeiten immer wichtiger. Dabei schmilzt auch die Ablehnung einer regelmäßigen Sonntagsöffnung deutlich von vormals 54 % auf unter 41 %. Die Befürworter sind überwiegend männlich und verdienen überdurchschnittlich gut. Zusätzlich zu in einer Datenbank registrierten Nutzern wurden 2.058 repräsentativ ausgewählte Teilnehmer für die Untersuchung befragt. Die detaillierte Auswertung kann hier eingesehen werden.
Eine Gutachterliche Stellungnahme zu den gesetzgeberischen Spielräumen bei den Ladenöffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen hat eine Arbeitsgemeinschaft mehrerer Landesverbände der Industrie- und Handelskammern in Auftrag gegeben. Das von Univ.-Prof. Dr. iur. Johannes Dietlein erstellte, 68 Seiten starke Gutachten finden Sie hier zum Download. Neben anderen interessanten Ansätzen scheint die vielleicht bedeutendste Erkenntnis, dass für den Gesetzgeber Spielräume vorhanden sind, der Sonntagsruhe andere gewichtige Gemeinwohlgüter entgegenzustellen. Diese können, dem Gutachten zufolge, auch städtebauliche Überlegungen, touristische und Image-Aspekte sowie wettbewerbs- und beschäftigungspolitische Ziele sein.


01.11.2017
Nominierungen Kulturmarken Award

Für den Kulturmarken Award wurde die Liste der Nominierungen bekannt gegeben. In der Kategorie Preis für Stadtkultur, den die bcsd begleitet, sind das Zukunftslabor Kultur des Stuttgarter Kulturamtes, das LICHTFEST LEIPZIG und das Jubiläum 250 Jahre Goldstadt Pforzheim nominiert. Das Zukunftslabor Kultur untersucht im Dialog mit der Stadtgesellschaft gesellschaftliche Entwicklungen und Trends, um kulturelle Zukünfte zu untersuchen und zu gestalten. Das LICHTFEST LEIPZIG ist ein jährlich stattfindendes Kunst- und Bürgerfest, das an die friedlichen Demonstrationen im Jahr 1989 erinnert. Die Stadt Pforzheim bringt anlässlich ihres 250-jährigen Jubiläums das kulturelle Erbe „Goldstadt“ in die heutige Zeit, definiert es neu und schafft damit Identifikation bei den Bürgern. Hier finden Sie Beschreibungen der nominierten Bewerbungen in der Kategorie Stadtkultur. Hier finden Sie die Nominierten in den anderen Kategorien. Die Preise werden am 9. November auf der Kulturmarken Gala in Berlin verliehen.

01.11.2017