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Premium-Programm der Messe Christmasworld

Das Businessprogramm „Premium“ der Messe Christmasworld bringt Vertreter aus City- und Stadtmarketing, Kommunen, Handel und Shoppingcentern zusammen. In diesem Rahmen hält Ibrahim Ibrahim, CEO Portland Design Associates London, am 27. Januar 2020 eine Keynote zum Thema „Urban regeneration: The internet will not kill shops, it will liberate them!”. Er vertritt die These, dass in den Geschäften weniger gekauft wird und dafür Raum zur Kundengewinnung und -bindung entsteht. So werden Läden zu Orten, die Shopping, Gastronomie, Unterhaltung, gemein-sames Arbeiten und Lernen verbinden und sozialer Treffpunkt sind. Der Vortrag wird ins Deutsche übersetzt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit der Teilnahme an einer Messeführung sowie an der Preisverleihung des Wettbewerbs Best Christmas City. Als Mitglied des Premium Programms profitieren Sie neben der Möglichkeit des Besuchs des Vortragsprogramms von kostenfreiem Nahverkehr im RMV, dem freien Eintritt zur Messe und einem kostenfreien Parkplatz auf dem Messegelände. Auch Garderobenservice, eine Messeführung und Catering sind inklusive. bcsd-Mitglieder erhalten in Kürze eine Einladung zum Premiumprogramm von der Messe Frankfurt. Wer noch nicht Mitglied des Premiumprogramms ist, kann sich hier mit dem Code CWP232 registrieren.

02.12.2019
Innenstadt Influencer- Rechtliche Fallen

Wie die bcsd bereits 2018 berichtete , setzt die bayerische Stadt Hof auf Influencerin Debora Fikentscher um den Einzelhandel vor Ort zu stärken. Fikentscher berichtet auf Instagram und in einem Blog über das Angebot der Hofer Innenstadt. Für Hof ist das Projekt ein Erfolg. Andere Städte, wie beispielsweise das sächsische Grimma, stießen bei dem Versuch, das Projekt zu kopieren, auf Kritik. Der Vorwurf sowohl der Medien als auch kommunaler Vertreter lautet, dass unzulässige Werbung betrieben wird und die Stadt das Informationsangebot unzulässig ausdehnt.
Der Rechtsbeistand der bcsd, Andreas Schriefers, bezieht zum Gegenstand im Magazin Kommunal Stellung. Wegen des Grundsatzes der Staatsferne der Presse dürfen Kommunen in ihren Amtsblät-tern keine redaktionellen Inhalte führen. Sie dürfen beispielsweise nicht über lokale Unternehmen oder Veranstaltungen, sondern nur über Aufgaben der Gemeinde informieren, so entschied der Bun-desgerichtshof in einem Urteil aus 2018. Bei neuen Medien wie Instagram, Facebook, Blog und Co. ist die Rechtslage unklar. Die oben genannte Entscheidung lässt sich hier schwer übertragen, da es fraglich ist, inwiefern ein Instagrampost überhaupt als Presseerzeugnis zählt.
RA Schriefers hält das Nutzen von Social Media durch Städte dennoch durchaus für rechtens, so-lange die Beiträge einen eher informierenden Charakter haben, also Bewohner lediglich über das vielfältige Angebot in der Innenstadt informiert werden, und nicht versucht wird, den Umsatz bestimmter Händler aktiv zu steigern. Hier finden Sie den Artikel.
Weitere Fehler im Umgang mit Social Media und wie diese zu vermeiden sind, hat Stadtmarketing Austria in diesem Beitrag zusammengefasst.

02.12.2019
Event Modul Gymnastics Warrior

Hangeln, Klettern und Balancieren: Hindernisparcours haben sich durch die TV-Sendung „Ninja Warrior“ zu einer Trendsportart entwickelt. Der Schwäbische Turnerbund zeigt in seinem Eventmodul „Gymnastics Warrior“, was der Turnsport abseits der klassischen Hallengymnastik alles zu bieten hat. Adrenalin Junkies treten gegeneinander an, um zu zeigen, wer am schnellsten Hindernisse wie die „Salmon Ladder“ oder die „Mega-Wall“ überwinden kann. Zu erleben war das Event bereits auf dem Kessel Festival in Stuttgart und der Turn WM in Berlin. Es wird außerdem am 11. und 12. Oktober bei der Turn WM in Stuttgart aufgebaut sein. Buchbar ist das Modul über den Schwäbischen Turnerbund, die Veranstaltung in Stuttgart finden Sie hier. Einige Eindrücke finden Sie hier.

29.10.2019
Lüdenscheid Vision 2020

Nicht nur Politiker, sondern auch Bürger können die Zukunft einer Stadt gestalten, das zeigt das Projekt Lüdenscheid Vision 2020. Zum Start des Projektes im April 2016 hat die Lüdenscheider Stadtmarketing GmbH 70 „Visionäre“ ausgewählt. Diese bestanden aus Kreativen, Gewerbetreibenden und Innenstadt-Bewohnern. Damit Politik und Stadtverwaltung das Vorhaben nicht dominieren, wurden sie am partizipativen Prozess bewusst nicht beteiligt.
Die Visionäre trafen sich regelmäßig in Arbeitsgruppen zu den Themen „Kultur“, „Gastronomie“, „Veranstaltungen“, „Architektur & Wohnen“ und „Einkaufen & Dienstleistungen“ und erarbeiteten so 70 Projekte, oder „Visionen“, für Lüdenscheid bis zum Jahr 2020.
Die teils spektakulären Ideen wurden durch diverse Formate der Öffentlichkeit vorgestellt, unter anderem über eine Präsentation im Lüdenscheider Kulturhaus, ein Buch und eine Website. Für die Umsetzung wurden Menschen gesucht, die einzelne Projekte als Paten bis zur Realisierung begleiteten. Mit der Unterstützung von der Lüdenscheider Stadtmarketing GmbH konnten bereits einige der Visionen erfolgreich umgesetzt werden, beispielsweise der Historische Weihnachtsmarkt in der Altstadt, das Lüdenscheider Bier und das Musikfestival „Bautz“.

28.10.2019
Vitale Innenstädte – Neuauflage 2020

Die Erhebung Vitale Innenstädte liefert mittels Passantenbefragung mit einem standardisierten Fragebogen ein umfassendes Bild über die Attraktivität Ihrer Innenstadt aus Kundensicht. Neben Basisfragen, die einen Langzeitvergleich erlauben, werden auch neue Themenschwerpunkte gesetzt. Für 2020 steht die Visitor Journey im Fokus, die alle Kontaktpunkte beschreibt, die ein Innenstadtbesucher mit der Stadt hat: vom Anlass des Innenstadtbesuchs bis zu Kundenbindungsmaßnahmen, die zum erneuten Besuch animieren. Mit neuen und ergänzenden Fragen lassen sich Optimierungspotenziale erkennen. Zudem besteht wieder die Möglichkeit, lokalspezifische Fragen zu stellen. Mitglieder der bcsd erhalten Sonderkonditionen. Hier finden Sie weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung. Hier finden Sie eine kurze Übersicht der Ergebnisse aus 2018.

23.10.2019
Stadtquiz Ahaus

Das Stadtmarketing ist immer auf der Suche nach neuen, innovativen Möglichkeiten die Stadtbürger zu erreichen. Mit dem Stadtquiz setzt Ahaus seit Mai dieses Jahres auf Gamification, um seine Bewohner für die Stadt zu begeistern. Auf seiner Stadtapp veranstaltet Ahaus täglich ein digitales Echtzeitquiz. Nutzer beantworten klassische Allgemeinwissensfragen sowie Fragen zu lokalen Events, Aktionen und Themen. Der Lokalbezug dient dazu, die Spielenden über ihre Stadt zu informieren und dadurch auch ihre Verbindung zur Stadt zu stärken. Mitspieler können durch das richtige Beantworten von Fragen Geldpreise gewinnen. Finanziert wird das Quiz von lokalen Unternehmen, die als Werbetreibende über die Plattform direkten Zugang zu Kunden vor Ort finden. Das Quiz ist spielbar über die Ahaus App, die hier im Playstore zum Download zu finden ist. Ahaus wird zudem Veranstaltungsort des nächsten Landesverbandstreffen der bcsd sein. Das Programm und die Anmeldung finden Sie hier.

22.10.2019
Digitalbonus Niedersachsen gestartet – Förderung für KMU

Besonders für kleine und mittlere Unternehmen kann die Investition in neue digitale Infrastruktur schwer zu stemmen sein. Um hierbei Niedersächsische Unternehmer unter die Arme zu greifen, hat die Landesregierung einen neuen Fördertopf ins Leben gerufen. Seit dem 3. September werden im Rahmen des "Digitalbonus Niedersachsen" 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Unternehmen können sich Investitionen sowohl in Hard- als auch in Software fördern lassen, wenn diese dazu dienen, die Digitalisierung von Dienstleistungen oder Prozessen voranzubringen oder die IT-Sicherheit zu verbessern und der Kaufpreis über 5.000 Euro liegt. Das Förderprogramm endet am 31. Dezember 2021. Mehr dazu hier. Das Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrum Handel, das offiziell am 07. Oktober in Berlin mit der Auftaktveranstaltung seine Arbeit aufgenommen hat, hat einen ähnlichen Auftrag: Einzelhändler bei der Digitalisierung zu unterstützen. Dazu kann beispielsweise das DigitalMobil Handel in die eigene Region bestellt werden. Weitere Leistungen des Kompetenzzentrums finden Sie hier.

17.10.2019
Neue Chancen für strukturschwache Regionen

40% der Deutschen leben in sogenannten strukturschwachen Regionen. Im Sommer 2018 hat die Bundesregierung daher die Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ ins Leben gerufen, um sich damit zu beschäftigen, wie dafür gesorgt werden kann, dass mehr Ressourcen- und Chancen-Gleichheit herrscht. Begleitend zur Arbeit der Kommission hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit „Chancen.Regionen“ ein Konzept entwickelt, das durch das Zusammenführen von Maßnahmen in Bildung, Forschung und Innovation und die Entwicklung neuer Förderprogramme strukturschwache Regionen neu beleben will. Bis 2024 sollen hierfür 600 Millionen Euro bereitgestellt werden. Mehr dazu finden sie hier. Thematisch passend ist der Leitfaden des Deutschen Instituts für Urbanistik zu Lebensqualität und Daseinsvorsorge durch interkommunale Kooperationen in ländlichen Räumen, den Sie hier finden. Ein Ansatz zur Belebung sind Co-Working Spaces im ländlichen Raum, zu denen Sie hier einen Artikel finden.

16.10.2019
Smart Cities gestalten

Angesichts der immer vernetzteren Städte entstehen neue Chancen, aber auch neue Herausforderungen. Wie sollen Digitale Lösungen eingesetzt werden, so dass sie dem Bürger größtmöglichen Nutzen bringen, gleichzeitig aber den Ansprüchen von Datensicherheit und Privatsphäre gerecht werden? Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung hat fünf Dossiers herausgebracht, die den Umgang mit den Themen Rechts- und Organisationsformen, Vergaberecht, Nutzen und Weitergabe kommunaler Daten, Kommunalwirtschaft und Daseinsvorsorge von einem Digitalisierungsstandpunkt behandeln und damit Kommunen praxisorientierte Arbeitshilfen an die Hand geben. Die Dossiers finden Sie hier. Hier finden Sie zudem die vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat herausgegebene Gebrauchsanleitung Kommunales Open Government.

14.10.2019
Kooperationsforum Ost 2019

Das Kooperationsforum Ost ist die gemeinsame Veranstaltung des bcsd-Landesverbands Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und des City-Management-Verband Ost e.V.. Die Partner setzen sich so gemeinsam für Weiterentwicklung und Erfahrungsaustausch im Stadtmarketing, insbesondere in Ostdeutschland, ein. Die Tagung findet am 24./25. Oktober in Magdeburg zum Thema "Faszination Stadt - Faszination Sport: Stadtmarketing und Sport im Spannungsfeld zwischen Identität und Image" statt. Das Programm und das Anmeldeformular finden Sie hier zum Download.

11.10.2019
Abschlussbericht und Handlungsempfehlungen „Handel 2030“

Das baden-württembergische Dialogprojekt Handel 2030, in das die bcsd durch ihren Landesbeauftragten Thomas Goldschmidt eingebunden war, ist beendet. Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen sind in einer 72-seitigen Broschüre zusammengefasst, die Sie hier kostenfrei herunterladen können. Anlass für die Initiierung des Prozesses war der Strukturwandel im Handel und das Ziel, diesen zu erhalten und zu stärken. Organisatorisch war das Projekt in die sechs Arbeitsgruppen „Digitalisierung“, „Fachkräftesicherung und Qualifizierung“, „Zukunft der Innenstädte“, „Nahversorgung“, „Rechtliche Rahmenbedingungen“ und „Bau- und Raumordnungsrecht“ gegliedert. Ebenfalls die Zukunft des (lokalen) Handels im Blick hat Buy Local, das in seinem neuen Podcast „Stadtgespräch“ beispielsweise mit dem Local-Commerce-Experten Andreas Haderlein über digitales Stadtmarketing und die Digitalisierung im Handel spricht.

11.10.2019
Nominierungen Preis für Stadtkultur

Im Nachgang zur Jurysitzung des Kulturmarken Awards wurden die Nominierten in den unterschiedlichen Kategorien bekannt gegeben. In der von der bcsd präsentierten Kategorie „Preis für Stadtkultur“ sind die Stadt Krefeld, die Stadt Bad Oldesloe sowie die Monheimer Kulturwerke GmbH nominiert. Die Stadt Krefeld (ca. 227.000 Einwohner) wurde wegen ihres Perspektivwechsel ausgewählt, der als „urban curator“ Stadt und Stadtmarke neu in Szene setzt und neue Blickwinkel auf die Stadt ermöglicht und provoziert. Die Stadt Bad Oldesloe (ca. 25.000 Einwohner) hat sich mit einer intensiven Kulturförderung durch Kulturschaffende, Politik und Verwaltung beworben, deren Kernstück der Neubau des Kultur- und Bildungszentrums KuB darstellt. Die Monheimer Kulturwerke GmbH wiederum ist eine 100%ige Tochter der Stadt Monheim (ca. 41.000 Einwohner), die Kultur, Tourismus und Brauchtum fördert, dabei Bürger einbindet und Hochkultur und Alltagskultur verbindet. Die durch Konversion eines Industriegebäudes neu zu schaffende Kulturraffinerie K714 wird ein Mehrspartenhaus und ein Aushängeschild der Stadt. Eine Übersicht der Nominierten in allen Sparten des Kulturmarken-Awards finden Sie hier. Die Preisverleihung, die Kulturmarken-Gala, findet am 07. November 2019 auf der Zeche Zollverein in Essen im Rahmen des KulturInvest!-Kongresses statt. bcsd-Mitglieder sowie Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen erhalten einen Preisnachlass auf den Eintritt zum Kongress, dessen spannendes Programm Sie hier finden. Die Anmeldung ist hier möglich.

10.10.2019
Seminare der Stadtmanufaktur-Akademie

Am 29. Oktober wird in Essen das Seminar „Die Kraft des Raumes“ zur Inszenierung der Stadt als Marke mittels Prägung des öffentlichen Raums durch Veranstaltungen und Instrumente der Stadtentwicklung stattfinden. Dazu finden Sie hier weitere Informationen zur Anmeldung. Ein weiteres Seminar am 25. November in Düsseldorf widmet sich mit dem Stakeholder-Management einer der Kernkompetenzen des Stadtmarketings. Die Teilnehmer erfahren, wie sie die relevanten Stakeholder identifizieren, welche Ansprüche diese haben und wie der Zugang zu ihnen gefunden werden kann. Dazu finden Sie hier weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung.

07.10.2019
Streit um die Übernahme von Kosten für die Terrorabwehr erneut vor Gericht

Beim Streit um den Weihnachtsmarkt vor dem Charlottenburger Schloss traf man sich in Berlin erneut vor Gericht. Die Auseinandersetzung zwischen dem Bezirksamt Charlottenburg und dem Weihnachtsmarktveranstalter reicht in das Jahr 2017 zurück. Nach dem Terroranschlag am Breitscheidplatz 2016 verlangte das Bezirksamt die Einrichtung von sogenannten Schrammborden zu Lasten des Veranstalters, im Gegensatz zum Breitscheidplatz, wo erhöhte Sicherheitsmaßnahmen vom Land Berlin finanziert wurden. Der Veranstalter klagte und das Oberverwaltungsgericht entschied, dass Schutz vor Terror eine Aufgabe des Staates sei. Daraufhin wurde von amtlicher Seite die Marktgenehmigung an das Sicherheitskonzept gekoppelt, so dass Kosten in Höhe von 15.000 Euro für 75 Schrammborde entstanden. Am 14. August wurde erneut zum Sachverhalt verhandelt. Von Betreiberseite wurde ein Kompromiss vorgeschlagen, der vorsah, die Erlaubnis künftig nicht an ein Sicherheitskonzept zu koppeln. Dagegen erwägt das Bezirksamt, gar keine Genehmigung zu erteilen, da es „kein überwiegend öffentliches Interesse“ am Markt gäbe. Nun kam es zur Entscheidung des Gerichts, dass die Kosten für die Terrorabwehr vom Staat getragen werden müssen. Die Berufung ist möglich, eine endgültige Entscheidung könnte einen Präzedenzfall zur staatlichen Verantwortung in der Terrorabwehr bei öffentlichen Veranstaltungen darstellen. Hier erfahren Sie mehr zu den Hintergründen und hier zum aktuellen Gerichtsurteil.

30.09.2019
Stadt als Marke

Denkt man an Hamburg, denkt man vielleicht an den Hafen, die Reeperbahn und Musicals, bei Köln vielleicht an den Karneval, den Dom, fröhliche Menschen und das lokale Bier. Bei Pusemuckel denkt man vielleicht: habe ich noch nie gehört, das muss eine kleine Stadt sein. Menschen verbinden etwas mit Städte(namen), dieses Markenwissen kann positiv, neutral oder negativ besetzt sein. Die Frage, ob eine Stadt eine Marke ist, stellt sich nicht, denn jede Stadt ist eine Marke und weckt bestimmte Assoziationen. Die Frage ist, wie man diese Marke gestaltet. Über Strategien zur Pflege von erfolgreichen Stadtmarken schreibt Prof. Dr. Sebastian Zenker in seinem Beitrag für das Praxishandbuch City und Stadtmarketing der bcsd. Das Buch können Sie hier bestellen. Um das Markenpotential einer Stadt zu nutzen, braucht es ein tieferes Verständnis dafür, was eine Marke eigentlich ist und wie diese weiterentwickelt und geführt werden kann. Ein fundiertes Grundwissen zu Bedeutung, Messung und Führung von Standortmarken anhand von Praxis-Beispielen vermittelt das bcsd-Seminar „Die Stadt / Region als Marke“ am 4. November in Darmstadt. Hier finden Sie weitere Informationen dazu und können sich anmelden.

27.09.2019
Heatresilient City und Zukunftsstadt Boizenburg

In dicht besiedelten Räumen ist Hitze besonders belastend und wirkt sich negativ auf die Lebensqualität und die Leistungsfähigkeit der Menschen aus. Das Projekt HeatResilientCity wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als Teil der Leitinitiative Zukunftsstadt gefördert. Das Projekt entwickelt und realisiert anhand von Beispielquartieren in Dresden und Erfurt Maßnahmen, die die Belastung durch Hitze für Bewohner in Gebäuden und Freiräumen reduzieren. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.
Ebenfalls mit dem Thema Klimawandel beschäftigt sich die Stadt Boizenburg in Mecklenburg. Unter dem Motto „Mit kühlem Kopf durch heiße Zeiten“ startete im Frühjahr dieses Jahrs die „Plattform Zukunftsbilder Boizenburg“ (Platz-B). Die Stadt stellt sich die Frage, wie sie sich an den Klimawandel anpassen kann, um auch 2040 immer noch eine lebenswerte Stadt zu sein. Diese Frage soll unter Zuhilfenahme der Plattform und in Zusammenarbeit mit den Boizenburger Bürgern beantwortet werden. Die Plattform-Community nutzt unter anderem Workshops, Informationsveranstaltungen und Gemeinschaftsprojekte, um Zukunftslösungen zu entwickeln. Mehr Informationen über Platz-B finden sie hier. Einen Handlungsleitfaden zur kommunalen Klimaanpassung finden Sie hier.

26.09.2019
Bielefeld Million

„Bielefeld? Das gibt’s doch gar nicht“, diese Behauptung fiel zum ersten Mal auf einer Studentenfeier in Kiel im Jahre 1993. Einer der Gäste, Informatikstudent Achim Held, stellte 1994 einen Text ins Usenet (Vorläufer des Internets), der behauptete, dass die Existenz der Stadt Bielefeld durch eine groß angelegte Verschwörung nur vorgetäuscht würde. Seitdem hat sich die Geschichte verselbstständigt und große Bekanntheit erreicht. Nun will das Stadtmarketing Bielefeld 25 Jahre später ein für alle Mal die Kontrolle über seine eigene Existenz zurückgewinnen und bietet für den Beweis, dass es Bielefeld tatsächlich nicht gibt, ein Preisgeld von 1.000.000 Euro an. Gestartet ist die Aktion unter dem Hashtag #Bielefeldmillionen und eroberte bei Twitter gleich den ersten Platz in den Deutschlandtrends. Über die Aktion berichteten zahlreiche deutsche sowie ausländische Medien. In den ersten zwei Tagen gingen bereits 700 Beweisversuche aus aller Welt ein. Der Wettbewerb läuft noch bis zum 4. September, wenn bis dahin kein eindeutiger Beweis eingereicht wurde, wird sich die Stadt Bielefeld gemeinsam mit dem Erfinder der Verschwörung offiziell von ihr verabschieden. Hintergründe zu der Verschwörung sowie Informationen zum Wettbewerb finden sie hier. (Foto: Bielefeld Marketing)

25.09.2019
Geht Standort ohne Marketing?

Standortmarketing hat sich, angesichts des Fachkräftemangels, zu einer Teildisziplin des Stadtmarketings entwickelt. Fachkräfte sind ein Faktor für Unternehmensansiedlungen und Fachkräfte wählen attraktive Standorte. Das Beratungsunternehmen Moduldrei hat 356 Wirtschaftsförderer aus ganz Deutschland befragt, wie diese Standortmarketing betreiben und hat festgestellt, dass drei Viertel der Befragten noch keine konkrete Strategie dafür haben und knapp über die Hälfte kein Alleinstellungsmerkmal für sich identifiziert hat. Als die größten Herausforderungen wurden fehlende personelle und finanzielle Ressourcen genannt. Auch sind die eingesetzten Marketinginstrumente oft nicht zeitgemäß, klassische Print- und Pressearbeit steht meist noch im Vordergrund. Als praktischen Lösungsansatz empfiehlt Moduldrei, sich kompetente Partner in der Region, wie beispielsweise Nachbarkommunen oder die IHK, zu suchen und so Ressourcen zu bündeln. Die komplette Studie finden sie hier, ein Interview dazu finden Sie hier.

19.09.2019
Digitales Wandern

Ob Alpen, Mittelgebirge oder doch eher flaches Land: 70% der Deutschen greifen in ihrer Freizeit zu den Wanderstiefeln. Wie in anderen Bereichen der Reise- und Tourismusbranche spielen inzwischen auch beim Wandern digitale Medien eine wichtige Rolle. Das Beratungsunternehmen BTE hat in Kooperation mit dem Deutschen Wanderverband eine Studie zum „digitalen Wanderverhalten“ veröffentlicht. Aus den Ergebnissen wird klar, dass beim Wandersport digitale Medien eine große Rolle spielen und bei jeder Phase des Wanderausflugs genutzt werden, von der Recherche praktischer Informationen vorab über die Navigation vor Ort bis zum Teilen des Erlebten danach. Nichtsdestotrotz steht das Digitale nicht immer im Mittelpunkt des Erlebnisses. Inspiration für Wandertouren werden lieber von Freunden und Bekannten eingeholt als aus sozialen Netzwerken und obwohl mobile Navigation über Google Maps oder Apps während der Wanderung beliebt sind, verzichtet ein großer Teil der Befragten während der Tour bewusst komplett auf das Smartphone und will physische Markierungen und Wegweiser nicht missen. Angesichts der Ergebnisse empfiehlt BTE, dass Wanderdestinationen ganzheitlich für jeden Schritt der Customer Journey funktionierende digitale Lösungen anbieten sollten, aber dabei nicht die analogen Aspekte, wie eine gut konzipierte Wegbeschilderung, außer Acht lassen. Die komplette Studie finden sie hier. Auf der Deutschen Stadtmarketingbörse 2019 wird Jana Wieduwilt von Wieduwilt Kommunikation mit dem Paul-Gerhardt-Weg vorstellen, wie Kommunen im ländlichen Raum kooperieren und über einen Wanderweg Städter anlocken.

17.09.2019
Urbane Dörfer und Teilhabeatlas Deutschland

Das Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat zwei Studien mit spannenden Erkenntnissen veröffentlicht.

Für die Studie „Urbane Dörfer“ wurden Bewohner und Initiatoren von 18 ländlichen Arbeits- und Wohnprojekten in den fünf neuen Bundesländern befragt. Solche Projekte haben in den letzten Jahren neues Leben in den sonst von Abwanderung und Überalterung geprägten peripheren ländlichen Raum gebracht. Treibende Kraft sind vorwiegend junge Stadtbewohner, die im Landleben eine Alternative zur Hektik der Stadt suchen und dank Digitalisierung ohne Ortsbindung arbeiten können. Unter ihnen sind auch größere Gruppen, die sich in innovativen Wohn- und Arbeitsgemeinschaften selbst organisieren. Dabei geht es nicht nur um den Wohnstandort, man will das neue Umfeld aktiv mitgestalten. Es werden baufällige Gebäude renoviert, kulturelle und gastronomische Angebote geschafften und neue Mobilitätskonzepte entwickelt. Hier finden Sie die komplette Studie, die einige Projekte sowie Faktoren für die Ansiedlung junger Kreativer vorstellt. Philipp Hentschel, der Initiator der Plattform Kreativorte Brandenburg, die zahlreiche innovative ländliche Arbeits- und Wohnprojekte begleitet, wird auf der Deutschen Stadtmarketingbörse 2019 referieren. In Schleswig-Holstein haben sich ländliche CoWorking Spaces in der CoWorkLand Genossenschaft zusammengeschlossen.

Ebenfalls mit den Unterschieden zwischen Stadt und Land beschäftigt sich die Studie „Teilhabeatlas Deutschland“. Hierfür wurden in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung alle 401 Landkreise und kreisfreie Städte mittels einer Clusteranalyse untersucht. Es wurde festgestellt, dass, trotz des politischen Ziels der Herstellung deutschlandweit „gleichwertiger Lebensverhältnisse“, die Teilhabe-Chancen der Bürger maßgeblich vom Wohnort abhängen. Nach wie vor stehen, allgemein gesprochen, Stadtbewohnern andere Möglichkeiten offen, ihr Leben zu gestalten als den Landbewohnern, wobei auch innerhalb der Kategorien unterschiedliche Bedingungen herrschen. Trotz der eindeutigen Statistiken ergab eine Befragung der Bürger ein ambivalenteres Bild. Bewohner strukturstarker Regionen und Städte waren trotz Chancenvielfalt teils unzufrieden, etwa wegen hoher Mietpreise und überlasteter Verkehrsinfrastruktur. In den peripheren, „abgehängten“ Regionen hingegen finden sich Einwohner, die trotz objektiv vorhandener Einschränkungen mit ihren Lebensbedingungen sehr zufrieden sind. Eine maßgebliche Rolle scheint dabei das Heimatgefühl zu spielen. Die komplette Studie finden Sie hier. Die Ergebnisse der Arbeit der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ werden auch Thema der Deutschen Stadtmarketingbörse 2019 sein.

16.09.2019
Rechtsstübchen auf der Deutschen Stadtmarketingbörse 2019

Immer wieder erreichen uns in der bcsd-Geschäftsstelle Anfragen zu rechtlichen Themen aus dem Arbeitsbereich des Stadtmarketings. Die Bandbreite reicht dabei von der Gestaltung von Arbeitsverträgen über Datenschutz, Verkaufsoffene Sonntage (VOS) und Geschäftsführer-Haftung bis hin zu beihilfe- und steuerrechtlichen Fragestellungen. Viele dieser Themen behandeln wir in Kooperation mit dem anwaltsKontor Schriefers Rechtsanwälte in unseren Seminaren zum Bereich Recht. So bieten wir jährlich ein Seminar zu Rechtsgrundlagen im Stadtmarketing an und bei Bedarf weitere Seminare zu Spezialthemen. Darüber hinaus erstellen wir in Zusammenarbeit mit unserem Rechtsbeistand Arbeitshilfen und Handreichungen, wie jüngst etwa zum Datenschutz oder zur Beantragung verkaufsoffener Sonntage. In Ergänzung unserer bisherigen Leistungen, werden wir auf der Deutschen Stadtmarketingbörse 2019 erstmals das Format des „Rechtsstübchens“ anbieten.
Sie haben auf der diesjährigen Deutschen Stadtmarketingbörse die Möglichkeit, in Einzelterminen mit Rechtsanwalt Andreas Schriefers über Ihre aktuellen rechtlichen Fragestellungen vor Ort zu sprechen. Nutzen Sie die Möglichkeit einer Erstberatung, die wir im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit der Kanzlei kostenfrei zur Verfügung stellen. Das Angebot richtet sich an unsere ordentlichen Mitglieder und solche, die es noch werden wollen. Die Erstberatung erfolgt unverbindlich und individuell.
Die Teilnehmerplätze werden nach Verfügbarkeit und nach Eingang der Anmeldung vergeben. Die Teilnahme ist nur bei Teilnahme an der Deutschen Stadtmarketingbörse möglich. Bitte melden Sie sich bei Interesse hier über Doodle mit dem Namen Ihrer Organisation an und senden uns zusätzlich eine E-Mail an office@bcsd.de mit einer stichwortartigen Beschreibung ihres Anliegens.

13.09.2019
„Dinner for Ten“ – Bochum serviert kulinarisches Großstadterlebnis

Zehn Abende an denen an zehn außergewöhnlichen Orten jeweils zehn geladene Gäste ein besonderes kulinarisches Ereignis erleben dürfen: mit der Image-Kampagne „Dinner for Ten“ will die Bochum Marketing GmbH Einheimische sowie Bürger der umliegenden Städte für die Ruhrgebietsmetropole begeistern.
Die Teilnehmer wurden anhand eines Losverfahrens ausgesucht, bei dem sich 1.221 Menschen aus Nordrhein-Westfalen beworben hatten. Aufgetischt wurde ein Drei-Gänge-Menü in bekannten Bochumer Kulturstätten wie dem Bergbaumuseum und der Christus Kirche sowie in weiteren außergewöhnlichen Locations wie der Feuer- und Rettungswache oder dem Vonovia Ruhrstadion. Begleitet wurde jede Abendgesellschaft durch einen Gastgeber, in Form von bekannten Bochumer Persönlichkeiten, ausgewählte Influencer waren ebenfalls anwesend.
Beworben wurde die Aktion mit einer weitreichenden Mediakampagne sowohl analog als auch online in den Sozialen Netzwerken. Eindrücke der Aktion finden Sie auf der YouTube Playlist. Informationen zu dieser sowie anderen Kampagnen der Bochum Marketing GmbH finden Sie hier. (Foto: Bochum Marketing GmbH)

13.09.2019
Fotopoints in Heilbronn und Fulda - Städte setzen sich in Szene

Seit dem Start der Bundesgartenschau werden in Heilbronn mehr Bilder als sonst geschossen und im Internet gepostet. Die Heilbronn Marketing GmbH nutzt das verstärkte Interesse, um auf die schönsten Seiten Heilbronns aufmerksam zu machen. Fotorahmen wurden an verschiedenen Heilbronner Aussichtspunkten eingerichtet und sollen Besucher dazu animieren, das Panorama sowohl zu genießen als auch online zu teilen. Die Lage der Fotopoints können sie hier erfahren. (Foto: Heilbronn Marketing)

Bunte Engelsflügel als Selfiehintergrund sind bereits aus den USA bekannt. Bereits im Mai dieses Jahres wurde der Künstler Ingmar Süß vom Citymarketing Fulda damit beauftragt, die Ruprechtstraße in Bahnhofsnähe mit bunten Engelsflügeln aufzuwerten. Obwohl manche Anwohner zuerst skeptisch waren, folgen nun zwei weitere Motive auf der Brauhausstraße. Die Bilder sind auf Instagram unter dem Hashtag #spuerefulda zu finden.

11.09.2019
Monheim am Rhein und Augsburg führen kostenlosen Nahverkehr ein

Um den Autoverkehr in der Innenstadt zu reduzieren, die Luft- und Aufenthaltsqualität zu verbessern, das Klima zu schützen und die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu fördern, ist kostenloser Nahverkehr ein viel diskutierter Lösungsansatz.
Die Fuggerstadt Augsburg und Monheim am Rhein haben nun den nächsten Schritt gewagt: In Augsburg gibt es ab dem nächsten Jahr eine kostenfrei befahrbare City-Zone, die Bus- und Tram-Haltestellen in der direkten Innenstadt umfasst. Ziel ist vor allem die Reduktion des Parksuchverkehrs sowie die Verbesserung der Luftqualität. Schätzungsweise werden dadurch für den Augsburger Verkehrsverband jährliche Einnahmeausfälle von 800.000 Euro entstehen. Diese sollen von der Stadt Augsburg und dem Freistaat Bayern gedeckt werden. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Noch ambitionierter geht die Stadt Monheim am Rhein vor: ab April 2020 soll hier der Busverkehr für das gesamte Stadtgebiet sowie in das benachbarte Langenfeld kostenlos sein. Im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl hätte Monheim damit das größte kostenlose Nahverkehrskonzept in Deutschland. Es gibt aber Bedenken, inwiefern Monheim als Vorbildprojekt dienen kann. Die Stadt weist einen Haushaltsüberschuss von 30 Millionen Euro aus. Die drei Millionen Euro jährliche Kosten für die Gratis-Busse sind deswegen für Monheim deutlich einfacher zu stemmen als für viele andere Städte. Mehr dazu erfahren sie hier.

09.09.2019