Landesbeauftragter
Stellv. Landesbeauftragte
Am 17. Juni kamen Vertreter:innen aus verschiedenen thüringischen Städten zum Landesverbandstreffen in Bad Langensalza zusammen. In kleiner, persönlicher Runde bot der Tag viel Raum für fachlichen Austausch, kollegiale Gespräche und neue Einblicke in die Innenstadtentwicklung vor Ort. Ein besonderer Programmpunkt war die spannende City-Tour durch Bad Langensalza, geführt von Gerrit Haase, Leiter der Stabsstelle Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung, gemeinsam mit den Gastgeber:innen der Kleinstadtmanufaktur, Sandra Czerniak und Max Horrmann (DSK & Landesbeauftragter der bcsd. Es wurde deutlich, dass die Innenstadtentwicklung in Bad Langensalza ganzheitlich – als Zusammenspiel von Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und konkreter Nutzungsperspektive für die Innenstadt - gedacht wird.
Beim gemeinsamen „Kleinstadtschlendern“ wurde sichtbar, wie vielfältig Innenstadtentwicklung in einer historischen Altstadt aussehen kann. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in spannende Vermietungen und neue Nutzungen: vom inhabergeführten Einzelhandel über eine Fahrschule in Kombination mit einem Design-Büro bis hin zu einem Indoor-Spielplatz in ehemals leerstehenden Fachwerkhäusern. Diese Beispiele zeigten eindrucksvoll, wie Leerstände durch passgenaue Konzepte, persönliche Ansprache und lokale Netzwerke wieder aktiviert werden können.
Ein weiteres Highlight war der Besuch auf dem Turm der Marktkirche. Der Blick über die Stadt machte noch einmal deutlich, wie stark Stadtbild, Geschichte, Aufenthaltsqualität und Zukunftsfragen in Bad Langensalza miteinander verbunden sind. Im Anschluss an die gemeinsame Mittagspause standen der gemeinsame Austausch sowie weitere Projekte aus Bad Langensalza im Mittelpunkt.
Ein Update aus der Bundesgeschäftsstelle des bcsd gab zudem Einblicke in aktuelle Entwicklungen, Themen und Projekte auf Bundesebene. Der anschließende Austausch im Grünen bot Gelegenheit, eigene Fragestellungen einzubringen, Erfahrungen zu teilen und Impulse aus anderen Städten mitzunehmen. Das Treffen machte einmal mehr deutlich: Gerade der persönliche Austausch im Landesverband ist ein wichtiger Baustein für die Vernetzung der Stadtmarketingakteur:innen. Vielen Dank an Bad Langensalza für die Gastfreundschaft und an alle Teilnehmenden für den offenen und engagierten Austausch.
Am 18. November traf sich der bcsd-Landesverband Thüringen in Eisenberg zum Landestreffen. Im Mittelpunkt stand der Erfahrungsaustausch zu erfolgreichen Innenstadtmaßnahmen und aktuellen Herausforderungen. Im ersten Teil stellten die Teilnehmenden ihre Best-Practice-Projekte aus dem vergangenen Jahr vor – darunter der „Smile Friday“ als lokale Alternative zum Black Friday, kreative Schaufensterkonzepte und weitere Formate zur Stärkung des Handels und Belebung der Innenstadt.
Nach dem traditionellen Bericht aus Berlin von Daniela Hoffmann wurde gewählt: Wir gratulieren Max Hormann zur Wahl zum Landessprecher und Patricia Stepputis zur Wahl der stellvertretenden Landessprecherin. Beide wollen in einer Doppelspitze eng zusammenarbeiten und den Austausch im Landesverband weiter verstetigen. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg für die gemeinsame Arbeit!
Im Anschluss an die vormittägliche Diskussionsrunde zu den Erfolgen und Highlights ging es am Nachmittag um zentrale Herausforderungen: die Wirkung und Schwierigkeiten von verkaufsoffenen Sonntagen, die Frage, wie wirkungsvoll das Format „Heimatshoppen“ in seiner bisherigen Form noch ist, sowie Herausforderungen rund um Sicherheit, Finanzierung und belastete kommunale Strukturen. Deutlich wurde: Viele Städte stehen vor ähnlichen Rahmenbedingungen – und profitieren vom offenen Austausch im Landesverband.
Zum Abschluss gab es einen Besuch der historischen Schlosskirche in Eisenberg. Ein herzliches Dankeschön an Max Nottrodt und die Stadt Eisenberg für die Gastfreundschaft!
Die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland trauert um ihren langjährigen, engagierten Funktionsträger Stefan Voß, der am 19. Oktober an einem Krebsleiden verstorben ist. Stefan Voß prägte die bcsd durch seine offene und herzliche Art sowie die vielen Ideen, die er mit Leidenschaft in den Verband einbrachte. Der große Landesverband Ost mit fünf Bundesländern wurde von ihm aufgebaut und lange geleitet. Zudem initiierte er die Veranstaltung Stadtmarketingforum Ost, die sich an alle Stadtmarketingverantwortlichen in Ostdeutschland richtete und mehrfach sehr erfolgreich durchgeführt wurde. Mit der Auflösung des stark gewachsenen und belebten Landesverband Ost und der Gründung der bundeslandbezogenen Landesverbände übernahm er die neue Position als Landesbeauftragter in Thüringen wirkte dort ebenfalls sehr erfolgreich, was vor allem an seiner gewinnenden Art und der Fähigkeit, Menschen mitzunehmen und zu begeistern, lag. Als Landesbeauftragter war er auch Mitglied im Erweiterten Bundesvorstand der bcsd und wirkte dort aktiv und konstruktiv mit vielen Anregungen mit. Wir werden seinen Elan, die vielen guten Gedanken und sein Lachen sehr vermissen und ihm ein ehrendes Gedenken in unserem Verband erhalten. Dem Stadtmarketing geht eine feste, mehrfach ausgezeichnete Größe verloren, die zunächst in Wolfsburg, dann in Halle (Saale) und zuletzt in Meiningen viel bewegte und oft weit über das Konventionelle hinausging. Stefan Voß hinterlässt seine Partnerin und Kinder. Ihnen gilt unser besonderes Beileid. Es besteht die Möglichkeit, Kondolenzschreiben an die Familie zu senden. Die Adresse kann gerne in der bcsd-Geschäftsstelle angefragt werden.